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Plön Gemeinsames Plädoyer für Plön
Lokales Plön Gemeinsames Plädoyer für Plön
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06:00 20.10.2018
Von Anja Rüstmann
Im Uhrenhaus im Plöner Schlossgebiet sind Geschäftsstelle und Ausstellung des Naturparkvereins untergebracht. Über einen Umzug nach Eutin wird diskutiert. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Plöns Kreispräsident Stefan Leyk und Bürgermeister Lars Winter sind sich allerdings einig, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um das Naturparkhaus im Plöner Schlossgebiet zu halten und haben dafür einige Argumente zur Hand.

Dass der Standort Plön in Frage gestellt und ein Umzug in die Opernscheune nach Eutin überlegt wird, hat seinen Ursprung im Jahr 2015. Der Holzwurm ließ aus einem Balkenkopf Holzstaub auf die Ausstellung des Naturparkvereins im historischen Uhrenhaus rieseln. Ein Schädlingsbekämpfer rückte mit Chemie an und präsentierte eine Rechnung über 10 000 Euro. Der Verein wollte die nicht bezahlen und schob sie an den Hausbesitzer, die Marius-Böger-Stiftung, zurück. Seitdem steckt der Wurm drin.

Kreis Plön will die Rechnung für den Schädlingsbekämpfer zahlen

Der Naturparkverein zahlt im Uhrenhaus keine Miete, allerdings Instandhaltungskosten, zum Beispiel für Türen und Fenster. Die Dachbalken sieht der Verein nicht in seiner Verantwortung. Wer also zahlt jetzt den Schädlingsbekämpfer? Mit dem Streit über die Rechnung beschäftigen sich inzwischen Juristen. Der Kreis Plön möchte schlichten und hat beschlossen, die exakt 10 083,77 Euro zu übernehmen. Allerdings nur, wenn das Informationszentrum und die Geschäftsstelle in Plön bleiben.

Nach Eutin locken satte 500 000 Euro vom Land. Grünen-Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen verspricht diese Summe als Investitionszuschuss, aber nur, wenn der Verein in die benachbarte Kreisstadt zieht. Darüber ärgert sich nicht nur Bürgermeister Winter. Kreispräsident Leyk empfindet es als unfair. „Eigentlich ist das Steuergelderverschwendung und eine Sache für den Landesrechnungshof“, sagt er. Denn ein inzwischen ausgearbeitetes Konzept für den Standort Eutin sieht vor, dass 40 Prozent der Ausstellungsstücke aus Plön übernommen werden. „Da werden Steuergelder ausgegeben für etwas, was doch schon vorhanden ist“, so Winter.

Segeberg und Eutin haben andere Umwelteinrichtungen

1998 haben sich die Kreise Plön, Segeberg und Ostholstein auf den Standort Plön verständigt, weil der zentral liegt. Das Argument zählt heute noch. Naturparkvereine hätten das Ziel, Bildungs- und Umweltangebote zu den Menschen zu bringen. Bad Segeberg hat das Fledermauszentrum Noctalis, Eutin das Naturschutz-Zentrum Integrierte Station Holsteinische Schweiz. Da passe es doch, wenn Plön das Infozentrum Naturparkhaus behalte.

„Der Standort Plön ist eindeutig günstiger“, wirbt Winter weiter. Wie auch Leyk plädiert er dafür, dass Naturparkverein und Marius-Böger-Stiftung die Köpfe zusammenstecken und Gespräche führen. Die vor einigen Monaten ausgesprochene Kündigung könne zurückgenommen werden. Und wenn es dem Verein im Uhrenhaus zu eng ist, kann die Geschäftsstelle in städtische Räume umziehen. „Platz haben wir“, sagt Winter.

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