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Plön Vorlesestunde entführte in fremde Welten
Lokales Plön Vorlesestunde entführte in fremde Welten
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14:06 27.09.2019
Von Signe Hoppe
Der interkulturelle Vorlesenachmittag in der Stadtbücherei Preetz war ein voller Erfolg. Micaela Morgenthum scharte neugierige Kinder um sich, die gespannt den Geschichten vom Anderssein, von Toleranz, Freundschaft und Akzeptanz lauschten. Quelle: hop
Preetz

Seit über 40 Jahren findet jährlich bundesweit die „Interkulturelle Woche“ statt. Zahlreiche Gemeinden und Vereine beteiligten sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Für Ulrike Barthel von der Preetzer Stadtbücherei hatte die interkulturelle Vorlesestunde in ihrem Haus mehrere Aspekte: „Geflüchtete Kinder kommen leider selten in die Bücherei, obwohl unsere Vorlesestunden parallel zu den Sprachkursen der Mütter stattfinden und die Kinder hier Betreuung erfahren würden. Nicht-Muttersprachler können bei uns ihr Lernen fortsetzen.“ Zudem habe es für Kinder einen hohen sozialen Nutzen, einmal fremden Menschen beim Vorlesen zuzuhören. In Zeiten, in denen die Hemmschwelle für Rassismus in Worten und Taten sinke, sei es wichtig, Neugierde auf andere Menschen und Kulturen zu wecken. Neue Erfahrungen sollten Hemmschwellen überwinden, Vorbehalte abbauen und Verständnis füreinander aufbauen.

Was ist normal?

Micaela Morgenthum ist Springer bei den Vorlesepaten der Stadtbücherei. „Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Interkulturalität beschäftigt und entsprechende Kinderbücher ausgewählt“, erklärte sie und ließ die Kinder erst einmal die Bücher begutachten. Zehn Kinder im Alter von eins bis acht Jahren waren gekommen und saßen gespannt um den runden Tisch. Wie bunt und vielfältig unsere Gesellschaft ist, zeigte sich in dem Kinderbuch „Wer hat schon eine normale Familie“, in dem es um vielfältige Lebensweisen geht und die Frage: Was ist normal?

In „Alle da! Unser kunterbuntes Leben“ las Morgenthum, dass Menschen aus unterschiedlichen Gründen und nicht immer freiwillig ihre Heimatländer verlassen. Viele Hindernisse und Missverständnisse existierten nicht von Natur aus, sondern würden von den Menschen selbst geschaffen. Wo Menschen sind, gibt es auch Unterschiede. Da gäbe es verschiedene Hautfarben, Religionen, Geschlechter, Ansichten oder Konfektionsgrößen, wie das Buch „Irgendwie anders“ darstellt. Bei den kleinen Zuhörern wurde es zum Schluss zum Lieblingsbuch erkoren.

Interkulturelle Kompetenz ist wichtig

„Ich finde Vorlesen wichtig für die Zukunft der Kinder“, erklärte Nadra Abdul-Khalek, deren Kinder Deem (7) und Narwan (5) gespannt lauschten und dabei Bilder malten. „Es ist schön, wenn Kinder die Vielfalt mitbekommen, denn andere Kulturen sind interessant.“ Sie besucht häufig die Vorleseaktionen in der Stadtbücherei. Für Tanja Janz und Tochter Lotta (4) ist die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund Alltag. Das Thema sei auch für Kinder schon wichtig. Fazit: Interkulturelle Kompetenz ist ein wichtiges Thema, das nicht früh genug vermittelt werden kann.

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