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Plön Grünes Wohngebiet für Fledermäuse
Lokales Plön Grünes Wohngebiet für Fledermäuse
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12:00 08.06.2019
Von Dirk Schneider
Plöns Umweltbeauftragter Achim Kuhnt (links) und die Grünen Ratsfrauen Inge Unbehauen, Sabine Kauf und Stephanie Meyer kontrollieren noch einmal die Nistkästenkästen, die sie zusammen mit Ulrich Lensinger von der NABU-Landesstelle für Fledermausschutz und -forschung im Plöner Stadtwäldchen aufhängen. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Die Brunnen im Stadtwäldchen sind soweit versiegt, dass sie nicht mehr gewinnbringend für die Trinkwassergewinnung genutzt werden können. Aus diesem Grund hat die Holstein Wasser GmbH den Pachtvertrag für einen großen Teil des Wasserschutzgebiets vor drei Jahren auslaufen lassen. Die Stadt Plön möchte diese Gelegenheit nutzen, den entstandenen Naturwald unterhalb des Wasserturmgebiets zu erhalten und ökologisch weiter aufzuwerten. Am Donnerstag hängte eine Arbeitsgemeinschaft 21 Nistkästen für künftige Fledermauskolonien auf.

Grünen-Fraktion in Plön hatte die Idee

Die Idee für das Projekt, das wissenschaftlich von der Landesstelle für Fledermausschutz und -forschung und dessen Leiter Ulrich Lensinger unterstützt wird, hatte die Grünen-Fraktion der Plöner Ratsversammlung. „Das ganze Gebiet ist sehr gut als Rückzugsraum für gefährdete Arten geeignet“, weiß Tierärztin Dr. Inge Unbehauen (Grüne). Gemeinsam Lensinger sowie dem städtischen Umweltbeauftragten Achim Kuhnt, der Umweltamt-Sachbearbeiterin im Rathaus Jutta Becker-Rußer und den grünen Ratsvertretern Sabine Kauf, Stephanie Meyer und Valentin Görg nagelten sie die speziellen Behausungen für verschiedene Arten an zuvor ausgesuchte und markierte Bäumen. Die grünen Zahlen von 1 bis 22 – ein weiterer Großkasten für Fledermäuse, der noch angefertigt werde, soll im Herbst an einer markanten Buche aufgehängt werden – hatten im Frühjahr für Irritationen gesorgt.

Urwald statt Forstwirtschaft im Stadtwäldchen Plön

Besorgte Bürger hatten befürchtet, dass diese Bäume gefällt werden sollen. „Ein forstwirtschaftliche Nutzung des Stadtwäldchens ist nicht vorgesehen“, betont Kuhnt. Vielmehr solle die Natur sich selbst überlassen bleiben. Nur am Strand- und einem Verbindungsweg seien pflegerischen Maßnahmen zur Verkehrssicherung vorgesehen und zulässig. Zugleich können diese Wege den Fledermäusen auch als Einflugschneisen dienen, sodass die Nistkästen mit den Zugangslöchern entsprechend ausgerichtet wurden.

Naturschützer hoffen auf neue Fledermäuse in Plön

Als willkommene Untermieter hoffen die Naturschützer, dass sich Zwerg-, Mücken- und Wasserfledermäuse, Breitflügel- und Langohrfledermäuse sowie der Große Abendsegler in den Kästen ansiedeln. „Vielleicht kommen sogar Teichfledermäuse, es wäre ganz toll, wenn wir diese und andere sehr gefährdete Arten in Plön nachweisen könnten“, so Lensinger. Finanziell unterstützt wird die Aktion von der Stadt Plön, die 600 Euro für die Anschaffung der Fledermauskästen beisteuert.

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