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Plön Raisdorfer Schulexpress gestartet
Lokales Plön Raisdorfer Schulexpress gestartet
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18:00 28.09.2017
Von Andrea Seliger
Zu Fuß statt mit dem Elterntaxi: In Raisdorf ist der Schulexpress gestartet. Quelle: Andrea Seliger
Schwentinental

„Heute morgen sind schon 80 Kinder zu Fuß zur Schule gekommen“, berichtet Kirstin von Ketelhodt, Leiterin der Grundschule am Schwentinepark, bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstagmorgen. „Wir haben aber 290 Schüler – ich bin sicher, es werden in Zukunft noch mehr!“ Dass Eltern ihrem Kind nicht unbedingt einen Gefallen tun, wenn sie es täglich bis vor die Schultür chauffieren, wird inzwischen an vielen Orten diskutiert.

Die Idee hinter dem Schulexpress: Schüler treffen sich morgens in kleinen Grüppchen an speziell markierten „Haltestellen“ und gehen dann gemeinsam auf einem sicheren Weg zur Schule. Sie stammt ursprünglich von einer Elterninitiative aus Bremen, die dies 2004 an ihrer Schule umsetzte und damit den Autoverkehr rund um ihre Schule deutlich reduzierte. Inzwischen haben sich mehr als 100 Schulen aus Bremen und Umgebung dem Modell angeschlossen, und die Idee breitet sich weiter aus.

Die Schule am Schwentinepark ist die dritte in Schleswig-Holstein, die es ausprobiert, und ließ sich dabei von Verena Nölle von der Schulexpress-Initiative beraten. Der Anstoß dazu kam von einer Mutter. Zunächst wurde in einer Umfrage ermittelt, wie die Kinder bisher zur Schule kommen. Mit im Boot war dabei das Institut für Sportwissenschaften der Kieler Universität. Passend zu den Wohnorten wurden insgesamt 16 „Haltestellen“ eingerichtet, der örtliche Bauhof brachte dazu extra Schilder an, die von Sponsoren finanziert wurden. Markierungen auf dem Gehweg helfen, mögliche Gefahrenstellen zu erkennen. Dass der Schulexpress endlich „rollt“, wurde mit einem eigens umgedichteten Lied begrüßt: „Wer selber geht, ist schon groß“, heißt es darin, und „Das Auto bleibt zu Hause steh’n, die Kinder wollen alleine geh’n“.

Klarissa (6) muss die Schule verlassen. Teki Mino verliert seinen Job in der Landwirtschaft. Seine Frau Liza kann ihre Stelle als Haushaltshilfe nicht antreten. Nachdem die Härtefallkommission entschieden hat, muss die albanische Familie, die kein Asyl erhielt, Deutschland verlassen.

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