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Plön Ungestörte Witze über "AKK"
Lokales Plön Ungestörte Witze über "AKK"
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20:50 25.08.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Ein Höhepunkt des Abends in Schönberg: Bernd Stelter als Traumschiff-Kapitän. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Schönberg

Im Februar war es bei einer Karnevalssitzung in Köln noch zu einem Eklat gekommen, als Stelter über den Doppelnamen herzog. Die Frau, die dagegen protestierte, musste aus dem Saal geführt werden. In Schönberg lacht man nur darüber. „Wie konnte das nur so schiefgehen?“, sagt Stelter zum Namen Kramp-Karrenbauer. Hätte der Standesbeamte sie nicht warnen sollen, nein müssen?

„Den Tag der Pressefreiheit nennt man dort Hofgang“

Der politische Teil des Abends ist kurz, aber bissig. Natürlich bekommt Donald Trump sein Fett weg. Stelter: „Die Ursache von Hass ist Dummheit. Womit wir schon beim amerikanischen Präsidenten sind.“ Manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken, etwa wenn Stelter auf die Situation in der Türkei eingeht und an die verhafteten Journalisten erinnert. „Den Tag der Pressefreiheit nennt man dort Hofgang.“

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Die Tomate und die Mittlere Reife

Es sind vor allem die einfachen Gags, die besonders gut beim Publikum in den ausverkauften Reihen in der Aula der Gemeinschaftsschule ankommen. Was hat eine grün-rote Tomate? Mittlere Reife. Oder: Wenn eine fiktive Ursula ihren Mann fragt, ob sie dick geworden sei. Dann antwortet der in liebevoller Weise: „Du bist nicht dicker geworden, das Wohnzimmer ist eingelaufen.“ Oder: Wenn zehn Landfrauen gemeinsam gehen und sich nichts zu erzählen haben, weil alle dabei sind. Oder ein Blick ins Sauerland: „Wenn Du in Schönberg fünf Pils trinkst, giltst du als Alkoholiker. Wenn du bei uns fünf Pils trinkst, bis du der Fahrer.“

Die Zuhörer erfahren, warum sich Halloween im Sauerland nicht durchgesetzt hat: „Du kannst einen Grünkohl nicht aushöhlen.“

Ratschläge für ein glückliches Leben

Stelter erteilt auch – ernsthafte – Ratschläge fürs Leben. Menschen sollte man mit „unbegründeter Freundlichkeit begegnen“. Wer in einem Café sitzt, könnte doch im Voraus die Rechnung des nächsten, wildfremden Kunden bezahlen. So etwas stifte Glück. Für einen selbst und andere. „Ich möchte ein optimistischer Mensch sein.“ 

Fast philosophisch ist seine Anekdote über den Wunschtraum eines Mannes: ein Porsche 911 in der Farbe Rot. Sobald der nach langem Sparen endlich in der Garage stehe, sei er nach drei Tagen langweilig und der Zauber verflogen. Dann sei ein neuer Wunsch geboren: ein Porsche 912 in Blau. „Mehr Geld macht nicht glücklich.“

Traumschiff-Parodie als Höhepunkt

Der Höhepunkt aus der Sicht des Publikums ist eine Traumschiff-Parodie. Stelter erzählt in weißer Uniform die Geschichte eines Mannes an Bord, der vom Liebesunglück geschlagen ist. Untermalt wird die Erzählung von kurzen Musikeinspielungen, die in diesem Augenblick zum Text passen. Die Zuhörer brüllten vor Lachen. Ein rundum gelungener Abend für die Gäste.

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