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Plön Laboe startet Service-Offensive
Lokales Plön Laboe startet Service-Offensive
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18:00 14.06.2019
Von Astrid Schmidt
Für die Urlauberin Adrienne Gegeny ist es selbstverständlich, eine Strandgebühr zu entrichten. Quelle: Astrid Schmidt
Laboe

Im Ostseebad Laboe sollen in dieser Saison 450-Euro-Kräfte auf besondere Weise dafür sorgen, dass die Strandbesucher ihre Strandkurabgabe zahlen. Das beschlossen die Mitglieder des Werkausschusses Hafen, Tourismus und Schwimmhalle.

Kontrolleure sollen Besucher am Strandeingang freundlich ansprechen

Die Einnahmen aus der Strandkurabgabe belaufen sich im Jahr auf rund 92.000 Euro. Das ist eine echte Größe im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes. Damit das auch so bleibt, sollen auch in dieser Saison Strandkontrolleure zum Einsatz kommen. Doch der Bürgermeister warb um einen „Paradigmenwechsel“. Denn statt Kontrollen am Strand mit dem Kassieren von Strafgebühren soll es eine freundliche Ansprache und Betreuung, Hilfestellung und Beratung der Strandbesucher geben. Sie sollen ihren Dienst bereits an den Zugängen zu den abgabepflichtigen Strandbereichen verrichten. Dementsprechend sollen die künftigen Service-Mitarbeiter geschult werden. Doch dafür, so räumte der Bürgermeister ein, müssten natürlich auch geeignete Mitarbeiter gefunden werden.

Mit seiner Anregung stieß er bei den Vertretern des Ausschusses auf offene Ohren. Die folgten aber auch dem Vorschlag von Günther Petrowski (CDU), parallel zur Mitarbeitersuche zu prüfen, inwieweit diese Aufgaben auch an eine externe Firma vergeben werden können. Jan Plagmann (LWG) warf die Frage auf, ob private Unternehmen öffentliche Aufgaben wahrnehmen dürften. Einig waren sich die Vertreter, dass in unregelmäßigen Rhythmen, abhängig vom Wetter, von 12 bis 18 Uhr, diese Mitarbeiter im Einsatz sein sollten.

Unschöner Vorfall führte in Laboe zum Umdenken

Grund für die bewusst andere Ausgestaltung dieser Strandkontrollen ist ein Vorfall aus der Vergangenheit. Damals kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Badegast und dem Strandkontrolleur, als er die Nachgebühr von fünf Euro erheben wollte. „Seitdem finden wir für diese Aufgabe keine Leute“, so Voß. In dem Zusammenhang wurde auch die Regelung der fünf Euro Strafgebühr in Frage gestellt. Einig waren sich alle: „Solange wir die Satzung in der Form haben, müssen wir sie auch anwenden. Und die sagt nun einmal, dass eine Strafgebühr von fünf Euro zu zahlen ist“, betonte Petrowski.

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