Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Grüne in Lütjenburg fordern Halbierung
Lokales Plön Grüne in Lütjenburg fordern Halbierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:39 09.10.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Nicht alle Straßen in Lütjenburg sind in einem einwandfreien Zustand. Im Heischweg finden sich Flicken und Löcher.Nach jetzigen Stand müssten sich die Anlieger bei einem Straßenneubau beteiligen. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Zahlé

Bisher tragen Hausbesitzer in Straßen, in denen fast nur die Anlieger verkehren, 75 Prozent der Baukosten. Der Vorschlag der Grünen sieht 37,5 Prozent vor. In den Haupterschließungsstraßen würde der Beitrag von 40 auf 20 Prozent der Kosten fallen. Einen entsprechenden Antrag will die Grünen-Fraktion in der nächsten Stadtvertretersitzung noch im Oktober stellen.

„Wir sehen diesen Vorschlag als Kompromiss zwischen den bisher bekannt gewordenen Vorstellungen der anderen Fraktionen und der Bürgerinitiative“, sagte Fraktionsvorsitzende Andrea Danker-Isemer. Die CDU schlug vor einiger Zeit vor, den Beitragssatz moderat von 75 auf 65 zu senken.

Fraktion will im Gegenzug Grundsteuern erhöhen

Die Grünen sehen die Notwendigkeit, die Einnahmeverluste an anderen Stellen aufzufangen. Danker-Isemer: „Der Haushalt darf durch diese Maßnahme nicht in Schieflage geraten.“ Die Fraktion schlägt vor, im Gegenzug die Grundsteuern moderat zu erhöhen. Eine Anhebung des Hebesatz um 40 Prozentpunkte würde nach Berechnungen der Grünen bei einem Grundstück von 1300 Quadratmetern und einem Einfamilienhaus darauf etwa eine Steigerung von 22 Euro pro Jahr ausmachen.

Grüne erwarten höhere Steuereinanhmen

Danker-Isemer erwartet zusätzlich steigende Einnahmen bei der Stadt Lütjenburg durch eine Neuregelung der Gewerbesteuerumlage. Lütjenburg muss einen Teil des Geldes, dass die einheimischen Firmen an die Stadt zahlen, an das Amt und den Kreis abführen. Die Umlage will das Land nun absenken. Für die Stadt verbliebe mehr Geld. Aber auch kurzfristige Darlehen für den Straßenbau schließt die Partei nicht aus. 

Die Grünen sehen angesichts des Zuspruchs für die Bürgerinitiative gegen Straßenausbaubeiträge „viel Druck im Kessel“. Die Grundstückseigentümer sollten von den hohen, manchmal fünfstelligen Ausbaubeiträgen entlastet werden.

Die Grünen wollen auch in Zukunft auf eine hochwertige Unterhaltung der Straßen drängen, um einen Sanierungsstau zu vermeiden. Schadhafte Stelle müssten ausgefräst und ordentlich asphaltiert werden. Der aus Eimern gekippte und mit Schaufeln geglättete Reparaturasphalt sollte aus Sicht der Fraktion der Vergangenheit angehören.

Ausbaubeiträge in vielen Kommunen ein Thema

Ausbaubeiträge sind Kommunen im Kreis Plön ein heißes Eisen. Preetz beschloss zu Jahresbeginn, sie um die Hälfte zu kürzen. In Schwentinental schaffte man sie komplett ab, ohne aber eine Entscheidung zu treffen, wie das Geld für den Straßenbau aufgebracht wird.Heikendorf schaffte die Umlage vor über einem Jahr ab, führte sie mit niedrigen Sätzen aber wieder ein. In Stolpe steht ein Ausbau der Dorfstraße für geschätzte 2,3 Millionen Euro an. Eine Mehrheit der Gemeindevertretung mit Bürgermeister Holger Bajorat an der Spitze stimmte für eine Beibehaltung der Ausbaubeiträge

Einig in der Kritik am Land

Einig sind sich die Kommunen mit der Kritik an der Landesregierung. Die habe die Möglichkeit geschaffen, die Beiträge auf Null zu senken. Gleichzeitig zahle das Land aber nicht genug Geld für den kommunalen Straßenbau, um die Einnahmeverluste auszugleichen.

Mit dem Beginn einer Ausbildung oder mit dem Berufseinstieg kommt auch das erste Gehalt und damit die Frage: ausgeben oder doch lieber sparen. Für Amy Fahrenkrog gibt es auf diese Frage eine eindeutige Antwort. „Ich bin ein Sparfuchs“, sagt sie.

Sebastian Ernst 09.10.2019

Es gibt neue Pläne für die Bahn in Preetz. Sie betreffen die Strecke Kiel-Lübeck. Aus Gründen des Klimaschutzes fordern SPD und Grüne, die Bahnstrecke auszubauen. Zudem machen sie sich für neue Haltepunkte in Preetz stark, zusätzlich zum Bahnhof. Sie wissen auch schon, wo die Bahn noch halten soll.

Anne Gothsch 09.10.2019
Plön Hospizversorgung in Plön Verein sucht Verstärkung

Das Kieler Hospiz steht nicht nur Bewohnern der Landeshauptstadt offen, sondern bietet auch todkranken Menschen aus dem Kreis Plön das letzte Zuhause. Über die Hospizarbeit im Kreis Plön weiß niemand besser Bescheid als die Ehrenamtlichen vom Förderverein Gabriel. Sie suchen neue Mitstreiter.

Sibylle Haberstumpf 09.10.2019