Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Offener Brief an Minister Buchholz
Lokales Plön Offener Brief an Minister Buchholz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 23.03.2019
Von Frida Kammerer
Setzen sich für den Fortgang des Projektes Hein Schönberg ein: Die Bürgermeister Gerd Radisch (v.li.) und Peter Kokocinski, Landrätin Stephanie Ladwig sowie Stefan Hirt und Felix Franke von der Initiative "Pro Bahn Probstei". Quelle: Frida Kammerer
Anzeige
Schönberg

Seltener Anblick im Schönberger Rathaus: 13 Bürgermeister aus der Probstei und den angrenzenden Gemeinden haben sich versammelt. Der Grund ist die geplante Strandbahn Hein Schönberg. Seit bekannt ist, dass das Projekt teurer wird als bisher geplant, wünschen sich die Bürgermeister und die Initiative "Pro Bahn Probstei" ein eindeutiges Bekenntnis von Verkehrs- und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Da das bisher ausblieb, haben die Bürgermeister in einem Offenen Brief jetzt gefordert "die Zusagen der Landesregierung umzusetzen."

Hein Schönberg auch Thema im Landtag

In der kommenden Sitzungswoche soll die Strandbahn auch Thema im Schleswig-Holsteinischen Landtag werden. Die SPD hat einen Antrag eingereicht um "das wichtigste Nahverkehrsprojekt der Landeshauptstadt Kiel und des Kreises Plön" voranzubringen, wie es im Antrag heißt. Trotz der Kostensteigerung sei das Projekt im bisher geplanten Umfang zügig weiter umzusetzen. Dass ein klares Bekenntnis aus dem Landeshaus bisher fehlt, schreibt Landrätin Stephanie Ladwig dem Regierungswechsel zu: "Wir müssen am Bewusstsein der neuen Regierung rütteln, die Argumente scheinen in Vergessenheit geraten zu sein."

Bürgermeister betonten Relevanz für die Region

"Kiel ist nicht in der Lage den Wohnungsbedarf zu decken", sagt Schönbergs Bürgermeister Peter Kokocinski und verweist auf viele neue Wohnprojekte in Schönberg. Die Zugverbindung würde es für viele Menschen attraktiver machen nach Schönberg zu ziehen und so das Kieler Stadtgebiet zu entlasten. Auch Schönkirchens Bürgermeister Gerd Radisch verweist auf die Nähe zu Kiel: "Wir fangen vieles auf, was in Kiel nicht mehr machbar ist", sagt der Bürgermeister und will das Mehrkosten-Argument nicht gelten lassen: "Wenn es danach geht, müssten wir viele teure Projekte aufgeben."

Wirtschaftsminister Buchholz zögert

Bernd Buchholz begrüßte auf Nachfrage den Offenen Brief: "Ich finde es gut, dass die Bekundung 'wir wollen das Projekt in unserer Region' deutlich gemacht wird." Gleichzeitig verwies Buchholz aber auch auf den Protest in der Region und zeigte sich weiterhin zurückhaltend: "Mir ist es sehr angenehm, wenn Leute ihre Meinung sagen, aber eine Meinung die wäre 'wir wollen Hein Schönberg, koste es, was es wolle' die würde ich so nicht teilen."

Hans-Jürgen Schekahn 23.03.2019
Plön Schönberger Kulturnacht - Volle Bandbreite Kultur in Schönberg
Frida Kammerer 22.03.2019
Sibylle Haberstumpf 22.03.2019