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Plön Buchholz vermeidet konkrete Zusagen
Lokales Plön Buchholz vermeidet konkrete Zusagen
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06:00 25.01.2019
Von Alev Doğan
Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) äußerte Verständnis für die Forderung der Gemeinden nach finanzieller Unterstützung vom Land. Konkrete Zusagen machte er nicht. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Auf Anfrage konnte das Wirtschafts- und Tourismusministerium keine Aussagen darüber machen, ob die Kommunen an der Ostsee in diesem Jahr finanzielle Hilfe vom Land Schleswig-Holstein erwarten könnten – ganz zu schweigen von der Frage, in welcher Höhe diese Zuwendung ausfallen könnte.

Zuschüsse nur für nachhaltige Maßnahmen

Klar sei bloß, betonte Minister Bernd Buchholz, dass wenn ein Hilfsfonds bereit gestellt werden sollte, das Geld daraus nur für nachhaltige Maßnahmen zur Verfügung stünden.

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Gespräche zwischen den beteiligten Ministerien – Innenministerium, Umweltministerium, Landesbetrieb für Küstenschutz und dem Ministerium für Wirtschaft und Tourismus – seien angelaufen. In einem ersten Schritt müsse erst einmal Klarheit über das genaue Ausmaß der Sturmschäden an der Nord- und Ostsee geschaffen werden.

Schönberg und Laboe fordern Unterstützung

Im Doppelinterview mit den Kieler Nachrichten hatten die beiden Bürgermeister der Gemeinden Schönberg und Laboe mehr Unterstützung vom Land bei der Schadensbeseitigung gefordert. Nach den Schäden, die die Sturmtiefs Zeetje und Benjamin an der Ostseeküste angerichtet hat, beschrieben sie die Lage als „katastrophal“.

Peter Kokocinski (Schönberg, SPD) und Marc Wenzel (Laboe, Grüne) forderten eine „kurzfristige Zusage für finanzielle Unterstützung". „Wir können nicht warten“, mahnte Bürgermeister Kokocinski. „Wir müssen dieses Jahr den Strand reparieren.“

Tourismusstandort Ostseeküste

Minister Buchholz betonte die zentrale Bedeutung der Strände für die Tourismusorte an den Küsten. Für diese Gemeinden seien Strände und Promenade kein „nice to have“, sondern „touristisches Grundkapital“. 

Es brauche präventiver und nachhaltiger Lösungen. Denn der Sonderfonds, der 2017 als einmalige Nothilfe aufgelegt war, um den Kommunen zu helfen, sei „quasi verpufft“. Geholfen habe das Geld nur bis zur nächsten Sturmflut. „So wie bisher können wir angesichts des Klimawandels nicht weitermachen“, sagte Buchholz. „Jedenfalls möchte ich als Toursimusminister nicht jedes Jahr im Januar hier in der Bütt stehen, um Schadensbilanzen vorzutragen und zu sagen: So ein Mist, der Sand ist wieder weg!“

Alles zu Stürmen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.  

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