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Plön B 404: Ärger über Vollsperrungsschilder
Lokales Plön B 404: Ärger über Vollsperrungsschilder
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11:04 06.02.2020
Von Silke Rönnau
Ärger über nicht abgebaute Vollsperrungsschilder: Tankstellenpächter Peter Böge aus Kirchbarkau beklagt massive Umsatzeinbußen. Quelle: Silke Rönnau
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Kirchbarkau

Ende November sei ein Schild aufgebaut worden mit der Ankündigung, dass in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember 2019 die Bundesstraße für Brückenbauarbeiten voll gesperrt werden müsse, erzählt er. Danach sei das Schild aber nicht entfernt worden.

Die Fahrer achteten nicht so genau auf das Datum und folgten deshalb immer noch der Umleitung. An der Tankstelle kämen sie dann nicht mehr vorbei.

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Am 3. Januar schrieb Tankstellenpächter Peter Böge eine Mail an den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein und kritisierte die Art und Weise, wie die Behörde mit ihm umgehe. „Von Sperrungen erfahre ich teilweise erst aus der Presse“, schimpft er.

Mehrfach habe er per Mail und telefonisch versucht, den Abbau der Beschilderung zu veranlassen. Allerdings ohne Erfolg. „Es fühlte sich niemand zuständig.“

Vollsperrungsschilder an der B 404: „Paragrafen, bis der Arzt kommt“

Das habe für ihn erhebliche finanzielle Auswirkungen. „Das erste Mal, seit ich die Tankstelle betreibe, immerhin elf Jahre, musste ich die Gehälter meiner Mitarbeiter teilweise aus Privatmitteln bestreiten.“ Er kündigte rechtliche Schritte an.

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Die Antwort kam am 6. Januar. „Paragrafen, bis der Arzt kommt“, kritisiert er. Eine Klage hätte nur wenig Aussicht auf Erfolg, schrieb der LBV. Grundlegend sei geregelt, dass der Anlieger an öffentlichen Wegen entsprechende Einschränkungen aufgrund der Durchsetzung höherer Interessen (fehlende Erreichbarkeit, Umwege, Lärm etc. bei Sanierung oder Neubau von Straßen) zu tragen habe.

Behörde: Verkehrsteilnehmer müssen Schilder lesen

Die noch nicht abgebaute Beschilderung verweise auf das abgelaufene Datum. Dem Verkehrsteilnehmer sei zuzumuten, dass er das lesen könne. Somit hätte er keinen Grund, die Strecke ohne Not zu verlassen.

Am 4. Januar habe er dann entdeckt, dass die nächste Vollsperrung für den 26. Januar angekündigt wurde, so Böge. Daraufhin habe er darum gebeten, dass die Schilder wenigstens am 27. Januar gleich entfernt werden sollten.

Der LBV habe wiederum die mit der Beschilderung beauftragte Firma gebeten, kurzfristig Kontakt zu Böge aufzunehmen. Am 28. Januar schrieb Böge an die Behörde: „Wie nicht anders zu erwarten, hat sich niemand mit mir in Verbindung gesetzt.“ Und die Schilder, die auf die letzte Vollsperrung hinwiesen, blieben stehen.

Zwei Tage später zeigte der LBV in seiner Antwortmail zumindest Verständnis: „Dass die Beschilderung nicht Montag früh nach Aufhebung der Sperrung außer Kraft gesetzt wurde, ist ärgerlich und für uns auch nicht nachvollziehbar und wird verständlicherweise von Ihnen bemängelt.“

LBV: Schilder werden zeitnah abgebaut

Auf Nachfrage erklärt der LBV, dass die Schilder nach Abschluss der Arbeiten zeitnah abgebaut würden. „Bedingt durch die Arbeitsdisposition des Verkehrssicherungsunternehmens kann das im Einzelfall je nach Anzahl der Schilder auch einige Tage dauern“, heißt es in der Stellungnahme.

Dies gelte insbesondere bei komplexen Umleitungen und Verkehrsführungen, wo die Arbeiten selbst einige Tage in Anspruch nehmen könnten.

Nächtliche Vollsperrung der B 404 vom 11. bis 14. Februar

Die nächste Vollsperrung auf dem Abschnitt Stolpe - Nettelsee ist schon wieder angekündigt: In den Nächten vom 11. bis 14. Februar ist jeweils von 22 bis 6 Uhr die Strecke wegen Brückenbauarbeiten nicht befahrbar.

Böge bedauert, dass man die Arbeit nicht um eine halbe Stunde vorverlegen kann. Denn seine Tankstelle öffne bereits um 5.30 Uhr. „Gerade morgens kommen die Handwerker und holen sich ihr Frühstück, dann läuft das hier richtig an. Das kostet echt Geld.“

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