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Plön Muss jeder Abc-Schütze zum Arzt?
Lokales Plön Muss jeder Abc-Schütze zum Arzt?
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14:44 08.02.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Muss automatisch ein Arzt den Test vor der Einschujlung machen oder schafft das auch eine medizinische Fachkraft? Quelle: A3419 Stefan Puchner
Plön

Nach dem Willen des Landes soll zwingend ein Arzt ausnahmslos jedes Kind vor dem Schulstart untersuchen, ob es für das Lernen fit ist. Im Kreis Plön fand man schon vor langer Zeit eine andere Lösung. Erfahrungsgemäß sind über 70 Prozent der Kinder kerngesund. Deswegen gilt hier die Regel: Der Arzt kommt nur in besonderen Fällen. Üblicherweise testet eine medizinische Fachkraft, wie gut die Kleinen hören und sehen können, ob ihre Aussprache okay ist, ob es mit der Konzentration klappt. 1000 bis 1400 Kinder durchlaufen pro Jahr auf diese Weise die Eingangsuntersuchung im Kreis Plön.

Ladwig: Arzt hat mehr Zeit für wirklich wichtige Fälle

Der Arzt kommt hingegen automatisch zur Untersuchung, zum Beispiel, wenn Eltern oder Kita-Mitarbeiter das für sinnvoll halten, die Kinder keine Kita besucht oder die Eltern auf die üblichen Vorsorgeuntersuchungen verzichtet haben. Auch Kinder, die vorzeitig zum Schulbesuch geschickt werden, oder die schon einmal zurückgestellt worden sind, kommen zur ärztlichen Untersuchung. Landrätin Stephanie Ladwig hält die im Kreis Plön geübte Praxis für besser für die Jungen und Mädchen. Ihr wichtigstes Argument: Der Arzt habe mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Fälle zu kümmern, und nicht um die Kinder, die problemlos auf der Schulbank Platz nehmen können.

Sozialministerium: "Rechtslage ist eindeutig"

Das Sozialministerium schätzt die Lage anders ein. In Schleswig-Holstein seien Kinder verpflichtet, sich vor Beginn des Besuchs der Grundschule schulärztlich untersuchen zu lassen, heißt es in einer Mitteilung. Die wiederholte Weigerung des Kreises Plön, dieser gesetzlichen Pflicht nachzukommen und auf einer Untersuchung eines Teils der Kinder durch nicht-ärztliches Personal zu bestehen, habe zu der Anordnung geführt. Die Rechtslage sei aus Sicht des Sozialministeriums, wie auch des Innen- und des Bildungsministeriums, eindeutig.

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