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Plön Entspannter Sprung ins Mittelalter
Lokales Plön Entspannter Sprung ins Mittelalter
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07:00 09.09.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Arne Paulsen aus dem Landkreis Haburg ist von Beruf Lieferwagenfahrer. Bei Mittelalterfesten wie in Lütjenburg wechselt er seine Identität in „Arn von Wolfhain“ und gehört einer Gruppe an, die sich „Die letzten Lebenden von Akko“ nennt. Akko hieß die letzte von den Kreuzfahrern in Palästina gehaltene Stadt, bevor sie endgültig vertrieben wurden.

Das historische Zeltlager auf der Turmhügelburg wirkt anziehend

Arne Paulsen schlüpft in die Rolle eines Kämpfers des Hospitaliter-Orden. Malteser- oder Johanniter-Orden dürfen sich die Freizeitritter nicht nennen. Es drohen Strafen wegen Verletzung der Namensrechte. Und davor fürchtet sich auch ein gut bewaffneter Kämpfer wie „Arn von Wolfhain“. „Es ist ein ganz anderes Leben hier“, sagte er über das historische Zeltlager. Lachen am Lagerfeuer. Unterhaltung mit Freunden. Geschichten erzählen. Seit 20 Jahren ziehe ihn das an.

Flemming Jahn aus Rendsburg ist Orthopädie-Schuhmacher. Auf der Turmhügelburg stellt er einen Westslawen aus der Zeit um das Jahr 1000 dar. Ein Gutschein seiner Eltern zu einem Kursus über Schwert-Schaukampf machte ihn zum Fan des Mittelalters. Das war vor drei Jahren. Flemming Jahn sitzt an einem kleinen Lagerfeuer und hält Holzspieße mit Rindfleischstreifen darüber. Daneben steht ein Topf mit einer Art Bortsch mit Kartoffeln und Rote Beete. „Hier kann ich ausspannen. Das ist eine Auszeit aus meinem Beruf.“ Und natürlich treibe ihn der sportliche Ehrgeiz – als Schwertkämpfer bei den Showeinlagen auf dem Gelände.

„Die Darstellung der Wikinger hat uns angesprochen“. Und so sind Denise und Jan Koll aus Bad Bramstedt in einer Gewandung unterwegs, die in Haithabu Mode war. Inklusive Thorshammer um den Hals. Schließlich stamme man aus dem Norden. 

Grafikdesignerin demonstriert in Lütjenburg Brettchenweben

Die Grafikdesignerin sitzt an einem besonderen Webstuhl. Brettchenweben nennt sich die Kunst, aus vielen Fäden mit Hilfe von Holzbrettchen einen schmalen Stoffstreifen mit Muster zu weben. Denise Koll: „Die Wikinger waren sehr eitel.“ Das könne man an der Kleidung sehen, die mit schönen Dingen verziert waren. Das Brettchenweben ist mühsame Handarbeit: „Es geht aber schneller, als man denkt“, sagt die Wikiner-Weberin mit einem Lachen.

Großhandelskaufmann Jan Koll: „Wir wollen zeigen, dass die Wikinger nicht nur Raubritter waren, sondern auch Händler und Handwerker.“ Das Leben im Mittelalterlager entspannt, finden sie. Es sei eine schöne Gemeinschaft. Ein Handy haben sie zwar auch dabei, aber das kommt nur ganz kurz zum Einsatz für Fotos. Die anderen sollten das Wikingerleben schließlich auch sehen.

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