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Plön Note 2,8 für die Attraktivität der Stadt
Lokales Plön Note 2,8 für die Attraktivität der Stadt
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20:00 07.05.2019
Von Anja Rüstmann
Mit einer durchschnittlichen Schulnote 2,8 beurteilten die Teilnehmer der Umfrage die Attraktivität der Innenstadt. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

Im September machten sich acht Stadtführer an zwei Tagen auf, Antworten zu bekommen. Das Ergebnis der Studie "Vitale Innenstädte" des Instituts für Handel (IFH) Köln liegt inzwischen vor. Und so schlecht sieht es gar nicht aus. 221 Personen sind befragt worden. Im Durchschnitt vergaben sie die Schulnote 2,8 für die Attraktivität der Innenstadt. Die meisten (53,7 Prozent) kommen zum Einkaufen in die Stadt, ein Viertel will zur Bank, zur Behörde oder zum Arzt, und knapp 20 Prozent wollen in die Gastronomie.

Bekleidung, Schmuck und Unterhaltungselektronik fehlen

Das Angebot des Einzelhandels bekommt im Bereich Optiker, Schuhe/Lederwaren, Bücher und Drogerieangebote gute Noten. Doch aufholen muss Plön dem Umfrageergebnis nach vor allem mit Angeboten von Bekleidung, Uhren/Schmuck, Unterhaltungselektronik, Wohnen/Einrichten, Bürobedarf und auch Lebensmitteln.

Per Fahrrad, so attestierten die Teilnehmer der Umfrage, ist die Innenstadt sehr gut zu erreichen. Die Parkmöglichkeiten wurden dagegen negativ bewertet. Auch das Freizeitangebot kommt bei den Besuchern schlecht an.

Note 2,6 für das gastronomische Angebot

Für die Gastronomie in der Innenstadt wird die Durchschnittsnote 2,6 vergeben. Punkten kann Plön mit Cafés, Eisdielen und beim Fastfood. Besonders gut wird die Außengastronomie bewertet. Schlecht schneiden die Angebote Brauhaus/Gasthaus/Biergarten ab. 39,8 Prozent der Befragten sind „eher nicht“ der Meinung, dass die Innenstadt einen hohen Erlebnis- und Unterhaltungswert hat, 12,8 Prozent urteilen noch härter.

Aber auch Plätze, Wege und Grünflächen seien laut Umfrage verbesserungswürdig, ebenso wie die Sauberkeit. Sehenswürdigkeiten und Sicherheit bringen aber Pluspunkte.

Nur 5,4 Prozent kaufen lieber online als in Plön

Und wie viel Angst müssen die Plöner vor dem Schreckgespenst Online-Einkauf haben? 56,3 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie gar nicht im Internet einkaufen. 38,4 kaufen online, aber trotzdem nicht weniger in Plön. Nur 5,4 Prozent der Befragten shoppen lieber per Computer und lassen die realen Geschäfte deshalb links liegen. Diese Zahlen überraschen weniger, wenn man das Durchschnittsalter der Umfrage-Teilnehmer sieht. Es liegt mit 57 Jahren deutlich höher als in vergleichbaren Orten.

Dieses Jahr gibt es eine neue Umfrage

„Die Umfrage ist nicht repräsentativ“, betonte Bürgermeister Lars Winter. Und er gab zu, dass Plön noch übe. In diesem Jahr will die Stadt wieder an der Studie „Vitale Innenstädte“ teilnehmen. Kostenpunkt: 2000 Euro. Trotzdem kann jetzt auf das Ergebnis schon reagiert werden. Birgit Böhnke, zweite Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins warnt davor, das Aufarbeiten der Studie nur dem Stadtmarketing zu überlassen. Denn auch Politik und Verwaltung sind gefragt. Hier tut sich bereits etwas: Mit dem Grünflächenentwicklungskonzept wird ein Kritikpunkt angegangen. Langzeitarbeitslose bekommen einen Job beim Bauhof und sollen für mehr Sauberkeit in der Stadt und am Strandweg sorgen. Plön will auf jeden Fall lebenswerter werden.

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