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Plön Unter den Linden - weit mehr als der Schwatzplatz
Lokales Plön Unter den Linden - weit mehr als der Schwatzplatz
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16:55 28.10.2009
Schwentinental

„Unter Linden“, so lautete der ursprüngliche Arbeitstitel der Ohl-Chronik. Aus gutem Grund: Das Raisdorfer Leben spielte sich auf dem Dorfplatz unter den Linden ab. „Dieser Platz war Schulhof, Sport-, Fest- und natürlich auch Schwatzplatz“, sagt Ohl. Die Linden also als roter Faden der Raisdorfer Ortsgeschichte. „Doch dann kam alles anders“, so der 80-jährige Heimatforscher. Nach 784 Jahren gab Raisdorf 2008 seine Selbstständigkeit auf und fusionierte mit der Nachbargemeinde Klausdorf zur neuen Stadt Schwentinental. Die Ohlsche Chronik, aus der vieles schon in der Vereinszeitung des Heimatbundes veröffentlicht wurde, heißt deshalb jetzt „Das Ende der Geschichte - die letzte Chronik der Gemeinde Raisdorf“. Diese beginnt exakt 615 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Raisdorfs am 9. Dezember 1224. In jenem Jahr 1839 wies die Priörin des Klosters Preetz, Ida Amalia Rumohr, den Lehrer der kleinen Dorfschule am Rande des Dorfplatzes, Sibbern Ebsen, an, 37 Linden auf dem Platz zu pflanzen.

170 ereignisreiche Jahre sind seitdem vergangen. Helmut Ohl („Die Bäume könnten viel erzählen“) erinnert zum Beispiel an das bewegte Jahr 1848 und den Beginn des deutsch-dänischen Krieges. Hatte man da richtig gehört? Der dänische König wollte Schleswig und Holstein mit dem dänischen Gesamtstaat gleichschalten? Wenige Wochen später flüsterte man sich unter den Linden zu, dass in Kiel eine provisorische Regierung gebildet worden sein sollte. Neben solch historischen Begebenheiten sorgte in jenen Zeiten natürlich auch Alltägliches wie die Schulordnung („düsse nümodsche Kram“) und auch die Könige des „Rolandstechens“, dem einstigen Volksfest auf dem Raisdorfer Dorfplatz, für Gesprächsstoff. Völlig unbekannt sei laut Ohl bislang gewesen, dass es auch in Raisdorf unter den Linden 1933 eine Bücherverbrennung gegeben hatte. Im selben Jahr wurde der damalige Bürgermeister Wilhelm Giesecke, der sich als Deutschnationaler offen gegen die Nazis bekannte, aus seinem Amtszimmer geschmissen. Zwölf Jahre später am Kriegsende brannte es unter den Linden dann wieder lichterloh, als die Raisdorfer alles verbrannten, was irgendwie mit der Nazizeit in Verbindung gebracht werden konnte.

Insbesondere die Aufarbeitung der Zeit zwischen 1933 und 1945 sei laut Helmut Ohl sehr arbeitsintensiv gewesen. Nur „stückweise“ führten seine Nachforschungen zu Ergebnissen, die dann wie ein Puzzle zusammengefügt werden mussten. Dass ihm das Schreiben der nun letzten Kapitel aus den Jahren 1965 bis 2008 weitaus leichter fällt, ist angesichts seiner damaligen Bürgermeistertätigkeit (1965- 1992) klar. uhl

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