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Plön Ein Berg voller Herausforderungen
Lokales Plön Ein Berg voller Herausforderungen
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07:02 18.05.2018
Von Anja Rüstmann
Thilo Gollan (von links), Karsten Kahlcke, Werner Süß und Hannes Wendroth vom Unternehmensverband Ostholstein-Plön blicken trotz einiger Schwierigkeiten zuversichtlich in die Zukunft. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Migration, Digitalisierung, Breitbandnetz-Ausbau und Ausbildung beschäftigen auch kleinere und mittlere Betriebe. Im Mittelpunkt stehen „wirtschaftlicher Erfolg der Unternehmen, das Wohlergehen der Beschäftigten und die Belange der Region“, so Geschäftsführer Hannes Wendroth.

Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Ostholstein etwa 280 Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit gebracht. „Im Kreis Plön sieht die Zahl ähnlich aus“, so Süß. Doch es gebe immer wieder Hindernisse bei der Integration und bei der beruflichen Ausbildung. Und die liegen vor allem im Sprachbereich. Denn trotz Schulungen fehlen notwendige sprachliche Fachbegriffe. „Meine Idee ist, Betriebe mit einer Prämie zu fördern“, so Süß, „wenn sie Migranten mit erkennbaren Defiziten ausbilden.“

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UV-Vorstandsmitglied Thilo Gollan betont, wie wichtig ein leistungsfähiges Internet und der Ausbau des Breitbandnetzes im ländlichen Raum für die mittelständischen Unternehmen ist. Das erfährt der Geschäftsmann in der eigenen Firma. Er ist Geschäftsführer der Gollan-Unternehmensgruppe mit Sitz in Beusloe bei Neustadt. Ihm fehlt aber auch der handwerkliche Nachwuchs. Das liege sicherlich zum einen am Image der Handwerkerberufe.  „Die Mitarbeiter finden auch keinen Wohnraum und gehen dann lieber nach Lübeck“, sagt Gollan.

Wenn es um die Zukunft der Betriebe geht, sieht Karsten Kahlcke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverbandes, einen weiteren Aufgabenschwerpunkt in der Digitalisierung. „Wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen, sonst werden wir abgehängt“, warnt er. In die digitale Zukunft müsse investiert und die digitale Kompetenz der Mitarbeiter geschult werden.

Der Unternehmensverband will die Herausforderungen mit seinen Mitgliedern anpacken. „Ich glaube, gemeinsam ist es zu schaffen, die Zukunft positiv zu gestalten“, so Süß. „Wir fühlen uns doch mit der Region verbunden“, ergänzt Gollan.

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