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Plön Taxi-Projekt Alfa: Pilotphase soll enden
Lokales Plön Taxi-Projekt Alfa: Pilotphase soll enden
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19:46 04.02.2020
Von Robert Michalla
Bus und Taxi sind Partner in der Region Lütjenburg. Die Fahrten per Anruf-Linien-Taxis sollen nach der Pilotphase weiterhin angeboten werden. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

„Der öffentliche Personennahverkehr ist ein Gradmesser für Lebensqualität im ländlichen Raum“, sagte Landrätin Stephanie Ladwig kürzlich. Der Kreistagsabgeordnete Werner Kalinka (CDU) nannte das Alfa-System „eine Erfolgsstory“.

Alfa Lütjenburg: Akzeptanz viel größer als in anderen Regionen Deutschlands

Zwischen 400 und 450 Menschen nutzen pro Monat die Alfa-Verbindungen in Lütjenburg und Umgebung. Durchschnittlich steigen zwei Personen pro Tour ein. Bundesweit sind es durchschnittlich laut Statistik nur 1,5. Die Akzeptanz dieser Form des Nahverkehrs ist im ländlichen Raum wie Lütjenburg viel größer als in anderen Regionen Deutschlands.

Der Kreistag hatte im Mai 2017 beschlossen, die Anruflinienfahrten zu testen. Sie sollen Lücken im öffentlichen Nahverkehr schließen. Seitdem sprangen mehr und mehr Menschen auf. "In den zwölf Monaten von Dezember 2018 bis November 2019 nutzten circa 5000 Fahrgäste das neue Angebot", heißt es aus dem Kreishaus.

Alfa fährt auch in anderen Regionen im Kreis Plön

Die Fahrgastzahlen sind so gut, dass der Plöner Kreistag das Alfa-System auch in anderen Regionen fahren lässt, zum Beispiel in Plön. Nach dem Ende des Schülerverkehrs am Nachmittag fuhren Busse bis dahin nur auf den Hauptstrecken aus Plön heraus in Richtung Neumünster oder Lütjenburg. In den meisten Orten gab es nachmittags keine Busverbindungen mehr nach Plön.

Auf vier Linien setzen die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) seither Taxis ein, die im Stundentakt zwischen 15 und 22.30 Uhr Plön mit seinen Umlandgemeinden verbinden. In beiden Richtungen. Die Alfa-Fahrten erreichen den ZOB in Plön zur jeweils zehnten Minute einer Stunde und verlassen die Stadt zur jeweils 20. Minute. Fahrgäste haben fünf Minuten Zeit für das Umsteigen in einen Zug Richtung Kiel oder Lübeck. Und das im Stundentakt mit Ausnahme des Wochenendes. Dann sind die Alfa-Taxis alle Stunden unterwegs.

Alfa-System funktioniert mit Taxis

Auch die Gemeinde Bosau wird erstmals mit Nahverkehrsangeboten versorgt. Weil keine Schülerbusse vormittags Richtung Plön fahren, gibt es Alfa-Angebote den ganzen Tag über in Bosau.

Auch in der Probstei mit seinen beiden Schwerpunktgemeinden Schönberg und Laboe fahren Taxis statt der Busse.

Das Alfa-System funktioniert so: Auf den regulären Buslinien bietet die VKP zusätzliche Fahrten an. Die Touren liegen besonders in den späten Abendstunden und am Wochenende. Es fahren aber keine regulären Busse, sondern Taxis. Sie rücken erst an, wenn der Fahrgast eine Stunde vorher bei dem Taxi-Unternehmen in Lütjenburg seine Tour anmeldet. Wo steigt er wann ein, wohin will er? Das macht die Sache attraktiv: Er zahlt nicht den Preis für das Taxi, sondern nur für ein Busticket.

Alfa kostet den Kreis Plön 100.000 Euro pro Jahr

Der Kreis Plön lässt sich das Angebot einiges kosten: Jährlich bis zu 100.000 Euro sind im Haushalt 2020 sowie in der Planung für die Folgejahre berücksichtigt. „Die Kosten von monatlich rund 7000 Euro stehen in einem vernünftigen Verhältnis zu den Vorteilen“, hatte Kalinka einst gesagt.

Der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus des Kreises Plön wird am Mittwoch beraten, ob er dem Kreistag empfehlen soll, die Anruf-Linien-Fahrten in den Regelverkehr zu übernehmen. Entscheiden wird der Kreistag Ende Februar.

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