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Plön Zweiter Elektrobus in Preetz im Test
Lokales Plön Zweiter Elektrobus in Preetz im Test
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18:00 19.07.2019
Von Silke Rönnau
Eine Testfahrt durch Preetz mit dem E-Bus E-Citaro von Mercedes unternahm VKP-Geschäftsführer Friedrich Scheffer (Mitte) mit Landrätin Stephanie Ladwig (rechts) sowie Bürgermeistern und Kommunalpolitikern. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Nachdem auch der Hauptausschuss des Kreises Plön mehrheitlich der Umsetzung der ersten Stufe im E-Bus-Konzept der VKP zugestimmt hatte, ist es bereits der zweite vollelektrische Bus, den das Unternehmen im Linienbetrieb ausprobiert hat. „Der Bus fuhr bis Ende der Woche auf allen Linien, die von Preetz aus bedient werden, sowohl im Stadtverkehr als auch auf Strecken von Preetz nach Schönberg oder nach Kirchbarkau“, erklärte VKP-Geschäftsführer Friedrich Scheffer.

Die E-Mobilität sei beim Klimaschutz ein wichtiger Schritt für die Verkehrswende, meinte Landrätin Stephanie Ladwig als VKP-Aufsichtsratsvorsitzende. Man habe sich auch mit dem Thema Wasserstoff beschäftigt, aber das sei für Busse noch nicht ausgereift.

Sieben Busse sollen ausgetauscht werden

Es gehe um sieben Fahrzeuge am Standort Preetz, die bis 2022 stufenweise ausgetauscht werden sollten. Die Investitionskosten mit 4,2 Millionen Euro seien rund 2,85 Millionen Euro teurer, als wenn man entsprechende Dieselfahrzeuge anschaffen würde. Die VKP hoffe aber auf eine 40-prozentige Förderquote. Man dürfe allerdings nicht nur die Kosten betrachten, betonte Ladwig. Mit dem Umstieg auf E-Busse würden 86000 Liter Diesel und 227 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart, wenn man 100 Prozent regenerativ erzeugten Ökostrom nehme.

Vor der Rundfahrt ließen sich die Teilnehmer das Modell E-Citaro von Mercedes-Vertreter Ralf Drescher vorstellen. Der Bus werde über Nacht am Standort geladen und habe eine nutzbare Kapazität von 243 Kilowattstunden. „Wir garantieren 150 Kilometer Reichweite, wissen aber aus Erfahrung, dass der Bus mindestens 177 Kilometer schafft“, so Drescher. Die zweite Batterie-Generation ab 2021 habe eine Reichweite von knapp 200 Kilometern.

Batterien mit einwandfrei abgebauten Rohstoffen

„Wir garantieren mit einem Zertifikat, dass die Batterien nur mit einwandfrei abgebauten Rohstoffen hergestellt werden“, erklärte er. Die ausgemusterten Batterien könnten noch jahrelang weitergenutzt werden, zum Beispiel als Energiezwischenspeicher.

Da bei Elektrofahrzeugen die Frage der Heizung und der Klimatisierung beim Energieverbrauch eine der entscheidenden Fragen sei, habe man den E-Citaro nicht nur bei weniger als minus 15 Grad am Polarkreis getestet, sondern auch in der sommerlichen Hitze Spaniens mit mehr als 30 Grad.

Positives Fazit der VKP

Es habe sich gezeigt, dass die E-Busse sowohl im Stadtverkehr in Preetz als auch im Überlandverkehr über die notwendige Kapazität verfügten und praxistauglich seien, so das Fazit der VKP. „Erfahrungen bei den ersten Einsätzen zeigen, dass nicht nur die Fahrer, sondern auch die Fahrgäste sehr zufrieden sind.“ Wenn die beantragten Fördersummen fließen, könne die Ausschreibung erfolgen. „Wenn alles reibungslos verläuft, könnten 2021 die ersten vollelektrischen Busse bei der VKP fahren.“

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