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Plön Villa Wiese: Wohnraum statt Bürgerhaus
Lokales Plön Villa Wiese: Wohnraum statt Bürgerhaus
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14:03 30.09.2019
Von Astrid Schmidt
Das ehemalige Polizeigebäude, vormals Villa Wiese in Probsteierhagen, ist im Erdgeschoss bereits saniert. Quelle: Astrid Schmidt
Probsteierhagen

Das ehemalige Polizeigebäude, vormals als Villa Wiese im historischen Ortskern der Gemeinde Probsteierhagen bekannt, sollte nach dem Auszug der Polizei in Zuge der Polizeistrukturreform vor einigen Jahren zu einem Bürger-Treffpunkt umgebaut werden. Rund 200.000 Euro sollte der Umbau kosten. Das hatte die Gemeindevertretung unter dem damaligen Bürgermeister Klaus Robert Pfeiffer (CDU) nach langem Ringen um eine Lösung für das leer stehende historische Gebäude beschlossen. Gefördert werden sollten das Projekt „Treffpunkt“ dann auch mit rund 50.000 Euro durch die Aktivregion.

Es herrschte große Freude, der Umbau war bereits im Gange, die Firmen beauftragt. Dann kam die Kommunalwahl im Mai vergangenen Jahres und ein „Regierungswechsel“. Die neue Gemeindevertretung mit einer Mehrheit der Wählergemeinschaft kassierte mit sieben zu fünf Stimmen den Beschluss und entschied, das alte Gebäude in ein reines Wohnhaus umzubauen. Doch der Bebauungsplan sieht an der Stelle eine öffentliche Nutzung vor. Die Gemeinde stellte einen Umnutzungsantrag. Das war vor acht Monaten.

Villa Wiese wurde zur unendlichen Geschichte

Zwischenzeitlich hatte dann die Kreisbaubehörde festgestellt, dass die mit dem Antrag eingereichte Flurkarte nicht mehr gültig war. „Wir mussten wieder ganz von vorn beginnen“, schilderte Bürgermeisterin Angela Maaß (WGP) eine mittlerweile unendliche Geschichte. Zudem sei auch die Denkmalschutzbehörde eingeschaltet worden. Doch nun, so kündigte sie an, sei die Baugenehmigung da, Gespräche mit dem Architekten sollen nun folgen.

Entstehen sollen zwei weitere Wohnungen. Doch diese Umnutzung kommt die Gemeinde teuer zu stehen. Allein die 50.000 Euro Fördermittel von der Aktivregion fließen nun nicht, da es sich nicht mehr um öffentlich genutzte Räume handelt. Hinzu kommt, dass Firmen, die seinerzeit bereits beauftragt waren, Material gekauft und geliefert hatten, das derzeit im Keller untergebracht und natürlich bezahlt werden musste. Auch die Mieteinnahmen aus den vergangenen Monaten fehlen, außerdem werden aufgrund der Umnutzung in Wohnraum weitere Isolierungs- und Schallschutzmaßnahmen notwendig, die im Falle von öffentlich genutzten Räumen nicht hätten erfolgen müssen.

Soll Gebäude verkauft werden?

Auf Anfrage aus der Einwohnerschaft konnte die Bürgermeisterin keine konkreten Zahlen nennen. Wie und wann nun Firmen die Arbeit wieder aufnehmen, blieb ebenfalls unklar. Man bleibe zwar bei dem auch bisher beauftragten Architekturbüro, doch die Lage auf dem Bausektor sei bekanntlich angespannt, so die Bürgermeisterin. Im Hintergrund gibt es Überlegungen, die nach wie vor anhaltende Hochpreisphase auf dem Immobiliensektor zu nutzen und das Gebäude, das laut jüngsten Schätzungen in seinem Wert deutlich gestiegen ist, zu veräußern. Gebrauchen könnte die Gemeinde dieses Geld sehr gut. Denn Projekte wie der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Mehrbelastungen für die Kinderbetreuung nach dem Kita-Reformgesetz (150.000 Euro nach jüngsten Prognosen) sowie Mindereinnahmen nach der Reform des Finanzausgleichsgesetzes (100.000 Euro) lassen die Kommunen erfinderisch werden.
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