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Plön Zum 100. Geburtstag noch Wünsche offen
Lokales Plön Zum 100. Geburtstag noch Wünsche offen
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19:51 13.09.2019
Von Anne Gothsch
Die Frage, wie Volkshochschulen zukunftsfähig bleiben können, diskutierte Nina Tschierse vom VHS-Vorstand (Zweite von rechts) unter anderem mit Lasse Petersdotter, Mitglied des Landtages sowie des Vorstands des Landesverbands der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein (rechts). Quelle: Anne Gothsch
Preetz

Um Volkshochschulen zukunftsfähig zu machen, bräuchte es eine gesicherte Finanzierung, eine zeitgemäße technische und räumliche Ausstattung, eine engere Vernetzung mit anderen lokalen Bildungseinrichtungen und die Nutzung innovativer Lernmodelle. So könnte die Quintessenz lauten, die auf dem Empfang in nahezu allen Programmpunkten deutlich wurde. In Preetz finden die durchschnittlich mehr als 240 Kurse beziehungsweise Einzelveranstaltungen in der ganzen Stadt verstreut in Klassenzimmern, Mensen und anderen Räumen statt.

Dieses seit Jahren vom VHS-Vorstand bemängelte Problem, mit dem letztlich auch die Ausstattung mit digitaler Technik verbunden ist, reflektierte der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin am Ende seines Grußwortes auf humorvolle Weise in einem selbstverfassten Slam. Auch im historischen Vortrag von Peter Rautenberg, dem stellvertretenden VHS-Vorsitzenden, und Inga Feldmann, der Geschäftsführerin und Leiterin der VHS Preetz, war mehrfach von der Platznot die Rede, gewissermaßen als Konstante in der wechselvollen Geschichte. Die hatte auf die Stunde genau vor 100 Jahren begonnen, mit dem ersten Vortrag am 12. September 1919 um 20 Uhr zum Thema „Sozialismus im Altertum“.

Preetzer VHS ist ein Erfolgsmodell

Trotz aller kriegsbedingten Unterbrechungen und sonstiger Widrigkeiten schreibt die Preetzer Volkshochschule seitdem eine Erfolgsgeschichte. Stetig konnten Kursangebote und Teilnehmerzahlen gesteigert werden, gerade auch in jüngster Vergangenheit. Wurden 2016 231 Kurse von 4597 Teilnehmern besucht, waren es 2018 bereits 243 Kursangebote und 4975 Teilnehmer. Im Vorjahr dominierte dabei der Themenbereich Gesundheit und Fitness, gefolgt von Beruf und Karriere sowie Kultur und Gestalten.

Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung

In einer Gesprächsrunde zur Zukunftsfähigkeit solcher Bildungseinrichtungen für lebenslanges Lernen mit Fachleuten, die entweder noch aktiv mit Volkshochschulen verbunden sind oder es waren, kristallisierte sich die Notwendigkeit heraus, sich stärker als bisher mit anderen lokalen Bildungsträgern zu vernetzen und innovative, teilweise auch internetbasierte Lernmodelle zu nutzen. „Gerade im Bereich der Digitalisierung, die den beruflichen und privaten Alltag immer mehr bestimmt, haben Volkshochschulen einen großen Nachholbedarf, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst technisch nicht adäquat ausgestattet sind“, meinte etwa Joachim Sucker, bis 2016 Marketingleiter der Hamburger VHS, der inzwischen auf selbständiger Basis innovative Bildungsangebote entwickelt.

Ähnlich wie Peter Buhrmann, der von Erfolgsmodellen in Dänemark berichtete, griff auch Sucker die Raumfrage auf und nannte als Beispiel Norderstedt. Dort ist ein Bildungshaus geplant, in dem die Volkshochschule, die Stadtbücherei, das Stadtarchiv und eventuell weitere kommunale Akteure Platz finden sollen.

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