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Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Kay Stade
Lokales Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Kay Stade
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12:14 08.02.2020
Von Sibylle Haberstumpf
Kay Stade in seinem Home-Office in der Schulstraße. Quelle: Sibylle Haberstumpf
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Schwentinental

Bei Kay Stade in der Schulstraße geht fast alles automatisch. Der parteilose Bürgermeisterkandidat aus Klausdorf hat ein Faible für Technik und Elektronik, was dem aufmerksamen Besucher schon an seiner Haustür auffällt. Dort ist ein Fingerabdruck-Scanner eingebaut. Im Vorgarten steht außerdem eine Ladesäule für sein Elektroauto, zwei E-Bikes hat er auch – für sich und seine Frau Birgit, mit der er seit 36 Jahren verheiratet ist. 

Privatier ist für jedes neue elektronische Spielzeug offen

„Ich bin für jedes neue elektronische Spielzeug offen“, sagt der 57-jährige Privatier, der lange in der Industrie gearbeitet hat und zuletzt Geschäftsführer der deutschen Standorte des Automobilzulieferers GKN Driveline war.

Einige seiner Spielzeuge: Staubsaugerroboter auf allen Etagen im Haus, Mähroboter im Garten, amerikanischer Kühlschrank mit Eiswürfelautomat und App-gesteuertem Tiefkühlteil, eine Drohne mit 4K-Auflösung. Überall Computer wie Mac Book, iPhone, iPad, iMac; Stade ist ein Apple-Fan. Heizung, Fenster, Jalousien, Wasserverbrauch, Entkalkungsanlage, Kameras zur Überwachung der Hauseingänge – alles wird per App gesteuert.

Nur Cocker Spaniel Amy kommt ohne App aus

Ohne App kommt in seinem Haus nur Cocker Spaniel Amy aus. Die sechsjährige Hündin bellt lange und kräftig, wenn Besuch kommt, ist danach aber wieder die Ruhe selbst, wenn sie auf ihrem Stoff-Affen herumkaut. „Amy kommt überall mit hin und gehört zur Familie“, sagt Stade, der mit seiner Frau seit Jahrzehnten Cocker Spaniel hält. „Das ist einfach unser Familienhund.“

 

Besonders liebt er an den Hunden mit den langen Ohren: das Britische. Stade ist England-Fan, hat dort früher einmal acht Monate gearbeitet und in den vergangenen Jahren auch Wales und Schottland bereist.

Alexa schaltet den Glücksspielautomaten ein

Alexa, das künstlich-intelligente Assistenzsystem von Amazon, ist im ganzen Haus aktiv und hört auf Stades Befehle. „Alexa, schalt den Automaten an!“, ruft Stade in den Raum. Sogleich fängt der große Glücksspielautomat im Wintergarten an zu blinken und zu rattern.

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Der Automat ist so etwas wie Stades Spezial-Spardose – wo andere Leute das bewährte Porzellan-Sparschwein mit Kleingeld füttern, setzt er auf diese elektronische Variante. Scheine nimmt der Kasten auch. „Da ist mittlerweile richtig viel Geld drin“, sagt Stade. Deshalb ist das schwere Gerät auch videoüberwacht.

Kay Stade hat 70.000 Fotos und 1000 Filme von sich digitalisiert

Stade hat zwei Kinder und sechs Enkel, alle wohnen in Schwentinental, auch seine 87-jährige Mutter Rosi. Beruflich und privat ist er so viel herum gekommen, dass einem schwindlig werden kann.

Nicht nur in Großbritannien, sondern in aller Herren Länder, auf fast allen Kontinenten mit Ausnahme von Australien. Er hat 70.000 Reisefotos und 1000 Filme digitalisiert. Stade vor Stonehenge, Stade an den Niagarafällen, Stade beim Kochen im Wohnmobil. „Ich wollte vor ein paar Jahren mal eine Tabelle machen, wo ich im Ausland schon überall war, aber nach 150 Orten habe ich aufgehört“, erzählt er.

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Mittlerweile machen seine Frau und er mit dem Wohnmobil am liebsten Europa unsicher. Dieses Jahr soll es möglichst noch nach Kroatien, England, Frankreich, Holland, Norwegen gehen. Aber was, wenn er Bürgermeister wird? Immerhin 5000 Euro steckt Stade nach eigenen Angaben in den Wahlkampf. „Dann hat man ja auch mal Urlaub“, sagt er augenzwinkernd.

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