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Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Busch
Lokales Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Busch
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17:48 06.02.2020
Von Marc R. Hofmann
Wahl in Schwentinental ganz privat: So lebt Kandidat Matthias Busch Quelle: Marc R. Hofmann
Schwentinental

Matthias Busch ist ein Kandidat, der anpacken will. Zum Termin in seinem Haus in einer ruhigen Anwohnerstraße in Klausdorf empfängt er im engen Polo-Shirt, unter dem sich seine Muskeln abzeichnen. "Ich bin nicht der Typ für einen Anzug", sagt Busch. Geboren in Kiel, lebt der 50-Jährige seit 1987 in Schwentinental, betreibt dort eine Praxis für Physiotherapie und investiert in Immobilien.

"Schwentinental braucht mehr barrierearmen Wohnraum für ältere Bürger", sagt er. Die idyllische Koppel, die direkt hinter seiner Gartenpforte liegt, würde er als neuer Bürgermeister gern schnellstmöglich bebaut sehen.

Er selbst hat nach eigenen Worten ein Haus mit zwölf Wohnungen in Klausdorf errichtet, zwei weitere sollen hinzukommen. Sie sollen das Zusammenleben von Jung und Alt ermöglichen und dem Unternehmer als Altersvorsorge dienen.

Busch will nicht verschwenderisch wirken

Selbst lebt Matthias Busch in einem rot geklinkerten Haus, im Carport steht ein blauer Porsche 911, im Garten ein Gasgrill-Ungetüm. Sein Leben liebt der Mann mit den kurz rasierten Haaren und den tätowierten Armen offenbar, ohne dass er verschwenderisch wirken will. "Das Obergeschoss haben wir vermietet", sagt er. Seine Frau Susanne und er bewohnen mit der Großen Schweizer Sennenhündin Baja das Erdgeschoss des Hauses. Das reiche für die beiden, Tochter Jessica (30) lebt in Berlin.

In seiner Freizeit unternimmt der Bürgermeister-Kandidat gern ausgedehnte Spaziergänge mit Hündin Baja (9) in Laboe und am Hundestrand in Stakendorf. Größtes Hobby ist der Sport. "Ich nutze meine eigene Praxis für das Krafttraining und spiele leidenschaftlich gern Tennis." Mit Ehefrau Susanne geht es regelmäßig auf ein Kreuzfahrtschiff. "Immer woanders hin", so Busch.

Buschs Ottomane gehört Hündin Baja

In seinem Haus in Klausdorf dominiert ein Mix aus modernen und verspielten Elementen. Während die offene Küche bis auf blaue LED-Lichtleisten schnörkellos gehalten ist, dient ein großer Setzkasten mit Glasplatte als Esstisch. Darin sind Modeschmuck, eine Rolex und Kieselsteine zu sehen.

"Für die Deko ist meine Frau zuständig", sagt Busch. Im Wohnzimmer steht auf einem Sideboard ein großer Fernseher ("Der hat 85 Zoll"), am anderen Ende des großen Raumes das Sofa. "Und die Ottomane gehört Baja".

Busch setzt auf Netzwerk statt Wahlkampf

Was außerhalb der eigenen vier Wände die Menschen bewege, erfahre er durch sein enges Netzwerk, sagt der gelernte Elektroinstallateur und ehemalige Marinesoldat. "In Schwentinental kennt mich eigentlich jeder", sagt er überzeugt.

Gerade erst komme er von einem Business-Frühstück, Patienten berichteten ihm von ihren Nöten, ebenso wie Freunde aus dem Tennisclub. Einen Wahlkampf jenseits einer Internetseite und der öffentlichen Gesprächsrunden mit den fünf anderen Kandidaten hält er deshalb auch für unnötig. "Das dafür eingeplante Geld spende ich lieber für den Erhalt der Schwentinebrücke", sagt Busch. 1000 Euro habe er selbst eingezahlt, weitere Spenden seien eingegangen.

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Kontakt zu Politik und Verwaltung hat Busch so gut wie nicht. "Ich war bis heute in keinem Ausschuss", sagt er. Das sei auch unnötig. Die wichtigen Themen könne er online nachlesen, Erfahrung mit Papierkram habe er als Selbstständiger genug.

Sollte er gewählt werden, will er einen engen Kontakt mit den ehrenamtlichen Entscheidungsträgern in der Politik pflegen. "Nur so kommen wir voran", sagt er. Wichtig seien die richtigen Impulse, wie Schwentinental vorangebracht werden könne. "Und die kann ich als Unternehmer liefern", sagt Busch überzeugt.

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Doch welche Chancen räumt sich der Kandidat ein, der von keiner Partei oder Wählervereinigung unterstützt wird? "Meine Tochter hat mich für verrückt erklärt", sagt er. Sich selbst attestiert er Außenseiterchancen bei der Wahl am 8. März. "Von Patienten und Geschäftsfreunden erfahre ich viel Zustimmung für meine Kandidatur", sagt der Klausdorfer. 

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