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Plön Müllkosten sparen mit einem Chip
Lokales Plön Müllkosten sparen mit einem Chip
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16:31 17.05.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Erst den Chip hinhalten, dann den Restmüll einwerfen. Sven Kaerkes (Musterknaben eG), Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Carolin Poprawa (Musterknaben eG), Andreas Breitner (Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen) und Bernd Hentschel (Wankendorfer Baugenossenschaft) demonstrieren die Müllschleuse im Gebiet Waldhöhe. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Plön

Die Musterknaben regeln für die Wankendorfer Baugenossenschaft in Plön die Müllentsorgung für 100 Mietwohnungen. Die Geschäftsidee dabei: Wenn die Mieter vernünftig ihre Abfälle stärker trennen, landet weniger im Restmüll. Wie bekommt man Menschen dazu, das zu tun? Einfache Antwort: mit Geld. Jeder Mieter hat an seinem Haustürschlüssel einen Chip, mit dem sich Klappen zu den grauen Tonnen öffnen lasse. Es gibt eine große und eine kleine Klappe.

Müllgebühr richtet sich nach der Menge

Jedes Mal, wenn Müll eingeworfen wird, registriert ein Computer anhand des Chips, aus welcher Wohnung der Abfall stammt und wie viel es war. Nach der Anzahl und Größe der Klappen wird abgerechnet. Müllschleuse nennt sich das System. Wer also richtig nach Papier, Plastik, Bio und Restmüll trennt, der spart, so die Idee des Unternehmens.

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Restmüll sank um 80 Prozent

Das konnten die Musterknaben für die Plöner Wohnungen nachweisen. Seit Einführung der Müllschleuse vor drei Jahren sank der Anteil des Restmülls um 80 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Wertstoffmengen um 40 Prozent. Die Wankendorfer Baugenossenschaft bestellt nun eine geringere Anzahl von Grauen Tonnen und lässt seine Mieter an den Einsparungen teilhaben.

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