Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Boulebahn wird eröffnet
Lokales Plön Boulebahn wird eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:54 28.05.2019
Von Sven Tietgen
Jürgen Kleinfeldt freut sich auf die Einweihung des Boulefelds. Quelle: Sven Tietgen
Anzeige
Wankendorf

Alle Bürger sind zur Einweihungsfeier am Freitag, 31. Mai, um 16 Uhr auf der neu geschaffenen Anlage am Marktplatz eingeladen. Jürgen Kleinfeldt, Initiator der Bahn und selbst begeisterter Boule-Spieler, stellt mit der Gemeinde ausreichend Spielmaterial für diesen Tag zur Verfügung. Zwei Tische und Bänke bei zwei neu gepflanzten Bäumen neben der vier mal 14 Meter großen Spielfläche laden zum entspannten Zugucken und Verweilen ein, dazu wird eine Tafel mit den Spielregeln aufgestellt. Die Bepflanzung unter der nahen Friedenseiche wurde herausgeputzt und die Einfassungsmauer aus Feldsteinen erweitert. Aus Stolpe werden einige Spieler erwartet, die beim Einweihungsturnier mitmachen wollen. Die Boule-Anlage im Nachbarort hat Jürgen Kleinfeldt zur Wankendorfer Bahn inspiriert.

Spielfeld kann erweitert werden

„In Stolpe gibt es eine sehr rege Beteiligung an der dortigen Boulebahn. Und Boule kann auch von älteren Menschen problemlos gespielt werden“, erzählt Jürgen Kleinfeldt, der für die CDU in der Gemeindevertretung sitzt. Deshalb sei auch der Standort ideal, das Spielfeld befindet sich mitten im Ortszentrum, führt der Vorsitzende des Bau-, Umwelt und Verkehrsausschusses weiter aus. Zudem ist das Vitanas-Seniorenzentrum nicht weit entfernt. Sollten die Wankendorfer bei dem Spiel mit den faustgroßen Stahlkugeln Schlange stehen, wäre eine Erweiterung problemlos möglich. „Wir könnten dort bis zu drei weitere Spielfelder errichten, der Platz ist da“, sagte Kleinfeldt.

Anzeige

Wo ab Freitag die Spieler die Kugeln rollen lassen, stand bis vor zwei Jahren ein Wohnhaus. Die Gemeinde kaufte das Grundstück für 80000 Euro und riss das Gebäude ab. Die Aktion zielte aber nicht auf die Errichtung der Boulebahn, versichern Jürgen Kleinfeldt und Bürgermeisterin Silke Roßmann. Zwei Fliegen sollten damals mit einer Klappe geschlagen werden. Zum einen sollte ein kleinerer Teil des Grundstücks an der Theodor-Storm-Straße im Zuge der geplanten Sanierung für weitere Parkplätze verwendet werden. Der Großteil der Fläche sollte dann weiter verkauft werden, im Gespräch war ein Neubau mit einer Extra-Wohnung für eine Tagesmutter. Der Kaufinteressent sprang jedoch ab. In den Sand gesetzt hat die Gemeinde das Geld aber nicht, erklärt Silke Roßmann.

Herausragender Standort

„Wir hätten dort sowieso Flächen kaufen müssen, und das Grundstück befindet sich an einem herausragenden Standort, auch im Hinblick auf das Städtebauförderungsprogramm“, sagt die Bürgermeisterin. Das Areal rund um den Marktplatz gehört zu den Flächen, die im Zuge des Programms mit dem Titel „Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“ neu gestaltet werden könnten. Die Kosten für Projekte aus diesem Programm werden zu zwei Dritteln bezuschusst. Die nächste Bürgerbeteiligung dazu hat die Gemeinde für Dienstag, 18. Juni, um 18.30 Uhr in Schlüters Gasthof festgelegt. Bis zu einer möglichen Umgestaltung rollen aber die Boulekugeln. „Wir wollten die Fläche nicht brach liegen lassen“, betont Silke Roßmann.

Astrid Schmidt 28.05.2019
Silke Rönnau 28.05.2019
Silke Rönnau 28.05.2019