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Plön Feuerwehr sucht neues Zuhause
Lokales Plön Feuerwehr sucht neues Zuhause
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15:24 11.06.2019
Das Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen, mittelfristig ist ein Neubau geplant. Quelle: Sven Tietgen
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Wankendorf

Die Notwendigkeit einer Neubauplanung dokumentiert die Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr Wankendorf in ihrem zweiten Feuerwehrbedarfsplan. In dem vom stellvertretenden Wehrführer Henning Heldt erarbeiteten Papier wird zwar auch von einer möglichen Erweiterung gesprochen, angesichts der aktuellen Fläche am Kirchtor 3, einem größeren Platzbedarf und einer aus Sicht der Feuerwehr problematischen Stellplatz-Zufahrt geht Wehrführer Thorsten Janßen aber von einem Neubau aus. „Das Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen und entspricht in Teilen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr“, erklärt Janßen.

Nur ein Duschraum für 50 Feuerwehrleute in Wankendorf

Das Feuerwehrdomizil ist 1984 gebaut worden, kurz vor der Jahrtausendwende kam eine Halle mit zwei Stellplätzen hinzu. Im Laufe der Jahre gab es auch Erweiterungen, zuletzt wurde ein neuer Boden eingebaut und die Heizung erneuert. 35 Jahre alt ist jetzt die Küche und der Versammlungsraum – im Stil der 80er-Jahre mit viel Holz eingerichtet. „Es ist alles noch funktionsfähig, wir wollen auch nicht meckern, aber es gibt einige Problemzonen“, sagt der Wehrführer. So gibt es nur einen Duschraum für die 50 aktiven Feuerwehrleute, zu denen auch vier Brandschützerinnen zählen. Kritisch sieht Janßen die Zufahrt zu den Stellplätzen der Wehr, den sich die Aktiven bei Einsätzen über Tag mit dem Verkehr zur Grundschule und zur neuen Kita teilen muss.

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Die Zufahrt zum Feuwerwehrgerätehaus ist das Problem

„Wenn gerade Alarm ist und die Zufahrt durch Schulbusse und motorisierten Eltern blockiert wird, haben wir ein Problem“, erläutert der 47-jährige Wankendorfer, der vor zwei Jahren an die Spitze der Wehr gewählt wurde. Ein Neubau an gleicher Stelle hält Thorsten Janßen für nicht machbar – Einsätze während der Bauphase wären nicht möglich. „Wir brauchen ja das Feuerwehrhaus als Einsatzbasis.“ Der auf zehn Jahre angelegte Bedarfsplan enthält zudem die Anschaffung eines Hilfeleistungs-Löschfahrzeug für rund 350.000 Euro im Jahr 2021. Drei Jahre später ist ein neues Mannschaftstransportfahrzeug für 50.000 Euro fällig. Die Planung kam bei der Vorstellung in der jüngsten Gemeindevertretersitzung gut an – und trieb Bürgermeisterin Silke Roßmann trotz der zu erwartenden hohen Kosten für die Fahrzeuge sowie einem Neubau nicht die Tränen in die Augen.

Finanzierung durch Förderungsprogramme

Im Gegenteil: Für ihre Ausführungen erhielt die Wankendorfer Wehrführung viel Beifall von der Gemeinde. „Wir sind sehr froh über das Engagement unserer Feuerwehr, die sich Gedanken über die Notwendigkeiten in der Zukunft macht“, erklärt die Bürgermeisterin. Große Gedanken über die Finanzierung macht sich Silke Roßmann nicht. Es gebe schließlich eine Reihe von Fördermöglichkeiten, dazu zählt auch das aktuelle Städtebauförderungsprogramm „Zukunftskonzept Daseinsvorsorge“. Zwei Drittel der förderfähigen Ausgaben könnten durch Zuschüsse aus diesem Programm finanziert werden. „Gerade die Feuerwehr ist wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge in Wankendorf“ betont die Gemeindechefin.

Von Sven Tietgan

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