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Plön Kirchensanierung fast abgeschlossen
Lokales Plön Kirchensanierung fast abgeschlossen
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13:24 05.11.2019
Von Sven Tietgen
Werner Kickstein, Pastorin Ulrike Jenett und Hans Dunse (von links) freuen sich, dass der neue und barrierefreie Zugang zur Kirche auch verstärkt genutzt wird. Quelle: Sven Tietgen
Wankendorf

Im Altarraum der 1894 erbauten Wankendorfer Kirche prangten früher um die Fenster herum handgemalte Engel, ein Himmel mit Sternen, Blumen und Ornamente. Im Jahre 1967 wurden die laut Kirchenchronik von vielen Kirchgängern als schön empfundenen Ausmalungen aber übertüncht. „Das hatte der damalige Pastor Wilhelm Drühe eigenmächtig so entschieden“, erzählte Pastorin Ulrike Jenett. Eine Freilegung der historischen Bilder sei aus Kostengründen nicht möglich, sagten Hans Dunse und Werner Kickstein.

Ehrenamtler sorgten für Schlupfloch

Dunse und Kickstein, die seit vielen Jahren dem Bauausschuss im Wankendorfer Kirchengemeinderat angehören, sorgten aber für ein Schlupfloch. „Wir haben für die Erneuerung der Übermalung eine spezielle Farbe ausgewählt, die eine spätere Restaurierung leichter ermöglicht“, erläuterte Hans Dunse. Der 70-jährige Wankendorfer, der bis 1996 als Küster und Friedhofsverwalter wirkte, begleitete mit Werner Kickstein über Jahre zunächst die Planung und in diesem Sommer die Ausführung der Kirchensanierung. Kickstein kümmerte sich vor allem um die marode Elektrik. Der 59-jährige Elektromeister hat wesentlichen Anteil daran, dass die alten, über Putz verlegten Leitungen verschwanden und eine moderne Leitungs- und Steuerungstechnik in der Kirche Einzug hielt.

Das ehrenamtliche Kirchenvorstandsduo kümmerte sich auch um die zeitliche Koordination der Handwerksarbeiten mit den kirchlichen Terminen. Zentrales Projekt war der Bau eines barrierefreien Zugangs. Mit 33.000 Euro war es der teuerste Einzelposten der Sanierung. Weiter wurden die Entwässerung des Bauwerks komplett erneuert und neue, extra von Hand gefertigte Lüftungsgitter eingebaut. Froh ist die Kirchengemeinde, dass entgegen früheren Annahmen das Dach nicht vollständig erneuert werden musste.

160.000 Euro Gesamtkosten

Ein vom Kirchenkreis Plön-Segeberg angefordertes Gutachten ergab, dass nur einige Schieferplattenreihen ausgetauscht werden mussten. Aber auch so wurde das Budget von 160.000 Euro ausgereizt. Bezahlt wird fast die gesamte Summe aus der Kasse der Wankendorfer Kirchengemeinde. 10.000 Euro gab es von der Rudolf-Dankwardt-Stiftung dazu, weitere 5600 Euro flossen aus den Glücksspieleinnahmen des Landes. Ins Minus rutscht die Kirchengemeinde deshalb aber nicht.
„Wir haben in Wankendorf sparsam gewirtschaftet. Einerseits hat sich daraus ein Sanierungsstau entwickelt, andererseits haben wir jetzt genug Geld für die Rechnungen“, erklärte Werner Kickstein, dessen Vater bereits im Kirchenvorstand mitgewirkt hatte.

Die Sanierung, die auch während der Gemeindeversammlung vorgestellt wurde, ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Im kommenden Jahr ist die Sanierung des Kirchenvorplatzes dran, dabei soll die alte Eichentür neu gestrichen werden – bei der jüngsten Sanierung wurde eine falsche Farbe aufgetragen. Zudem muss die Orgel gereinigt und gestimmt werden.

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