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Plön Weiter Widerstand gegen Fracking
Lokales Plön Weiter Widerstand gegen Fracking
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16:52 09.09.2015
Von Thomas Christiansen
Der wohl größte gelbe Stuhl als Ausdruck des Widerstands gegen Fracking steht am Ortseingang von Laboe. Quelle: Thomas Christiansen
Probsteierhagen

Die Gefahren für das Grundwasser durch Fracking, aber zum Beispiel auch die Folgen für Grundstückseigentümer und den Immobilienmarkt ließ sich der Umweltbeirat auf seiner Sitzung noch einmal ausführlich von Frank Tietgen und Reinhard Knof von der Bürgerinitiative Frackingfreier Kreis Plön schildern. Fracking ist eine Methode zur Gewinnung von Erdgas und Erdöl aus tieferen Schichten, bei der eine mit chemischen Stoffen versetzte Flüssigkeit in Gesteinsschichten gepresst wird.

 Tietgen und Knof machten deutlich, dass ihrer Ansicht nach nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern vor allem der Widerstand in der Bevölkerung für den Rückzug gesorgt habe. Die Firmen hätten sich vor allem dort zurückgezogen, wo der Widerstand besonders groß war. Christensen betonte, dass es auch darum geht, weiterhin Solidarität gegenüber der Nachbargemeinde Prasdorf, nach der ein Feld benannt ist, zu zeigen.

 Der Prasdorfer Bürgermeister Matthias Gnauck wiederum wies auch auf die notwendige Solidarität zu Schwedeneck hin, wo die Dea Erdöl fördern möchte. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“, meint Gnauck.

 Auch der Arbeitskreis Frackingfreie Probstei sieht keinen Anlass zur Entwarnung. „Nach dem Rückzug des kanadischen Energiekonzerns PRD Energy kann das Feld Prasdorf vom Landesbergbauamt Clausthal-Zellerfeld jederzeit wieder vergeben werden“, fürchtet Sprecherin Friederike Sundhoff aus Krokau. Außerdem sei das Trinkwassereinzugsgebiet der Probstei geologisch mit den vom Fracking bedrohten Gebieten um Preetz, Plön und auch der Region Schwedeneck verbunden.

 Als sichtbares Zeichen des Widerstands hatte der Arbeitskreis im Juni die Aktion mit gelben Stühlen ohne Sitzfläche und der Aufschrift Kein Platz für Fracking gestartet. Inzwischen stehen zahlreiche solcher Stühle in den Dörfern der Probstei und auch darüber hinaus – zum Beispiel in Heikendorf. „Diese Unterstützung unserer Arbeit ist großartig“, freut sich Sundhoff.

Das Plöner Rathaus ist die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge in der Kreisstadt: Ordnungsamtsleiter Armin Kirchner, Bürgermeister Jens Paustian und die Sachbearbeiterin Lynn Piepgras haben in diesem Jahr bisher 39 Asylbewerber willkommen geheißen.

Dirk Schneider 09.09.2015

Ein Autofahrer wurde am Mittwochnachmittag in Plön von einem weiteren Verkehrsteilnehmer angegriffen. Während die Polizei den Tatverdächtigen schnell ermitteln konnte, wird der Geschädigte gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

 

  

KN-online (Kieler Nachrichten) 09.09.2015
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Die Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (KAG) hat einen neuen Sprecher: Oliver Drescher vom DRK löst Sabine Hahn vom Paritätischen ab. In der Arbeitsgemeinschaft sind die fünf Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege organisiert.

Andrea Seliger 08.09.2015