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Plön Axel Prange punktet mit Kuh-Cartoon
Lokales Plön Axel Prange punktet mit Kuh-Cartoon
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06:26 04.06.2019
Von Silke Rönnau
Axel Prange aus Pohnsdorf hat schon während der Schulzeit angefangen, Cartoons zu zeichnen. Quelle: Silke Rönnau
Pohnsdorf

Axel Prange sitzt entspannt am Küchentisch und klappt seinen Laptop auf. Der gebürtige Hamburger hat Kommunikationsdesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studiert und danach in einer Werbeagentur in Kiel angefangen zu arbeiten. 

„Ich mache ganz viel technische Illustrationen und Messewände“, erzählt er. Seit vier Wochen arbeite er nicht mehr im Büro: „Wir vier haben überlegt, dass wir alles mit Computer machen – warum sollen wir Miete zahlen und den nervigen Weg nach Kiel auf uns nehmen, wenn wir auch von zu Hause aus arbeiten können?“ 

Zeichnen auf dem großen Sofa

Tagsüber arbeitet er also in Pohnsdorf im Home office, abends nimmt er das iPad und setzt sich auf das große Familiensofa, um Cartoons zu zeichnen. „Das habe ich schon immer mal zwischendurch getan.“ Meistens sind es Einzelbilder, ab und zu auch kleine Serien mit vier Zeichnungen. Irgendwann fing er an, sie unter seinem Pseudonym Arghxsel auf Facebook (Arghxsel Cartoons) zu posten. Die Zahl seiner Follower stieg schnell.

Zwei Tage vor Abgabeschluss stieß er auf den Wettbewerb des Kunstvereins Bad Zwischenahn unter dem Motto „Kurbad“ zum 100. Jubiläum des Kurortes. Er habe gedacht, das sei ein leichtes, gängiges Thema: „Man denkt da gleich an Kurschatten und ältere Menschen.“

Sein Markenzeichen: die großen Nasen

Doch dann wurde es etwas ganz anderes. Zwei Entwürfe reichte er ein: Der erste drehte sich um Handys und war sein Favorit, der zweite zeigte eine Kuh an einer Rezeption. Dabei fehlt allerdings sein typisches Markenzeichen: die Menschen mit den großen Nasen. „Die finde ich einfach witzig.“

Mit diesem Cartoon holte Axel Prange alias Arghxsel aus Pohnsdorf den dritten Platz beim Wettbewerb um "Das goldene Segel" zum Thema Kur-Bad.

100 Künstler, darunter viele professionelle Zeichner, nahmen an dem international bekannten Wettbewerb teil. Dann kam der Anruf, dass er den mit 500 Euro dotierten dritten Platz gewonnen hat – mit der Kuh. „Die Preisverleihung in Bad Zwischenahn war eine große Veranstaltung mit Kultusminister, Politiker und Sponsoren“, berichtet Prange, der mit seiner Frau Judith und den beiden Töchtern anreiste. Die besten Motive werden nun ein halbes Jahr lang als Fahnen an der Kurpromenade ausgestellt, danach beginnt eine Wanderausstellung mit den Cartoons

Bisher sind die Cartoons nur ein Hobby. Irgendwann hat er seinen typischen Stil mit der großen Nase als Wiedererkennungsmerkmal entwickelt. „Wenn ich merke, dass die Leute positiv darauf reagieren, dann begeistert mich das schon“, schwärmt er.

Natürlich träume er davon, seine Zeichnungen einmal in einem Verlag herausbringen zu können. Mittlerweile habe er rund 90 gezeichnet. Seine schärfste Kritikerin sei seine Frau, berichtet er lachend.

Ideen werden schnell skizziert

Die Anregungen für seine Cartoons kommen aus dem Alltag. Oder die Ideen entstehen plötzlich im Kopf. „Ich muss sie dann schnell notieren oder skizzieren, damit ich sie nicht vergesse. Und abends wird das dann umgesetzt.“

Immer wieder taucht – zum Beispiel auf einem T-Shirt – der Name Wolf Barsch auf. So heißt die Shantyrock-Band, in der er Akkordeon spielt. „Ich komme eben aus einer Werbeagentur“, entschuldigt er sich lachend. Auch die Musik spielt oft eine Rolle.

Demnächst will er bei zwei weiteren Wettbewerben an den Start gehen: beim deutschen Karikaturpreis zum Thema Umwelt und beim deutschen Cartoonpreis, der kein Thema vorgibt. Die besten Bilder werden dort in einem Buch gedruckt. „Ich bin gespannt“, erklärt er, „ich habe genug Material.“

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