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Plön Ein Komparse muss gut sein im Warten
Lokales Plön Ein Komparse muss gut sein im Warten
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20:15 08.01.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Andreas Strauß (links) und Rüdiger Petersen spielen in verschiedenen kleinen Rollen beim ZDF-Krimi mit, für den derzeit an der Hohwachter Bucht gedreht wird. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Hohwacht

Das Schicksal eines Komparsen ist das Warten. Petersen steht und schaut zusammen mit anderen Statisten der Filmcrew zu. Stundenlang. Weit entfernt rennt Heino Ferch am Strand Barbara Auer hinterher. Beide sind in der Fortsetzung des erfolgreichen Krimis „Tod eines Mädchens“ wieder als Kommissare zu sehen. Petersen wartet auf den kurzen Moment, an dem er als stumme Randfigur durch die Szene geht.

Einmal durfte er sogar als Double für Heino Ferch einspringen. Unerkannt. Als Schatten ohne Gesicht während einer Autofahrt-Szene. Ferch sieht man nur beim Ein- und Aussteigen. Fürs Autofahren reichen Statisten. Komparsen-Schicksal eben. „Man ist halt einer von vielen.“ Petersen ist der Schauspielerei zugeneigt und spielt in der Niederdeutschen Bühne Kiel. Seit 2013 nimmt er auch Komparsen-Jobs an, die ihm eine Agentur vermittelt. Und es sind bekannte Filme, in denen er wenige Augenblicke sein Gesicht zeigte. So war er zu sehen in dem Tatort „Borowski und das Meer“ oder in dem Kino-Erfolg „Honig im Kopf“. Auch in dem Schleswig-Krimi „Unter anderen Umständen“ sah man ihn am Rande.

Heino Ferch und Barbara Auer ermitteln im ZDF-Zweiteiler „Die verschwundene Familie“ am 7. und 8. Januar gemeinsam. Es ist der Nachfolger von „Tod eines Mädchens“. Gedreht wurde wieder an mehreren Orten im Norden.

Zufrieden mit Figur und Gesicht

Andreas Strauß ist kein absoluter Laie im Filmgeschäft. Mit seiner Feuerwehr Nüchel (Gemeinde Malente) stand er schon für Marketing-Aufnahmen vor der Kamera. Die Feuerwehrmänner testeten unter anderem Nassdampfdruckreiniger. Im ZDF-Krimi ist er als Passant am Strand zu sehen. Für die Rolle als Urlauber bringt er seinen Hund Elli mit, der auch ins Fernsehen kommt. Ein Feuerwehr-Kamerad machte ihn darauf aufmerksam, dass Komparsen gesucht werden. Strauß schickte einige Fotos von sich ein. Die Filmemacher waren zufrieden mit Figur und Gesicht. „Markant. Passt in mehrere Szenen“, lautete ihr Urteil und Strauß wurde für drei Drehtage verpflichtet. „Es macht Spaß. Es ist eine völlig andere Arbeitswelt“, sagt der 50-Jährige, der im richtigen Leben in der Kurverwaltung Malente arbeitet.

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