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Plön Schöner Stress vor Traumkulisse
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07:00 19.07.2019
Von Nadine Schättler
Am Abend bedient auch Geschäftsführer Peter Zantopp (Mitte) die Gäste. Quelle: Nadine Schättler
Mönkeberg

Der Stress beginnt an schönen Sommerabenden für Betriebsleiter Slava (27) und seine Mitarbeiter zur klassischen Feierabend-Zeit: Hochbetrieb bei Zantopps. „Mich stört das nicht. Ich brauche den Stress bei der Arbeit“, erklärt Slava, während er an der Food-Station mit Grill, Backofen und Friteuse die passenden Zutaten aus zahlreichen gefüllten Behältern entnimmt. Soßen, Dips, Zwiebeln, Salat, Tomaten, Kräuter. Nebenbei müssen die Würstchen gewendet, der Flammkuchen belegt und die Süßkartoffel-Pommes aus der Friteuse geholt werden. Leichte Schweißperlen stehen Slava auf der Stirn. Es ist heiß und hektisch in der Food-Station. Mitarbeiter laufen hin und her, räumen Geschirr ins Regal, greifen zu den Gewürzen. Irgendwo zerbricht eine Glasflasche auf dem Küchenboden. Der Chef persönlich, Geschäftsführer Peter Zantopp, kümmert sich. Ihm ist ein gutes Miteinander wichtig: „Bei uns wird gelacht und gescherzt. Und danach sind alle wieder konzentriert auf ihrem Posten.“

Pausen macht die Belegschaft stets etwas abseits

An diesem Abend besteht das Team aus sechs Mitarbeitern plus Chef. Die Maximal-Besetzung. Es ist einer der wenigen schönen Sommerabende seit Wochen. Draußen auf der Terrasse brummt es. Die Bestellungen an der Kasse laufen, die Eisbar hat viel zu tun. Kinder laufen barfuß durch den Sand und werfen einen Ball in die Luft. „Gleich geht die Sonne unter. Das dürfen Sie nicht verpassen“, meint Peter Zantopp und Küchenchef Slava legt spontan eine Pause ein. Zantopp übernimmt. Schnell noch einen Cappuccino gemacht und die Zigaretten geschnappt, dann geht es raus auf den Fähranleger. „Wir machen unsere Pausen immer ein wenig abseits. Aus Rücksicht auf unsere Gäste“, erklärt Slava, der seine Ausbildung zum System-Gastronom in der Kieler Campus Suite absolviert hat. Dort, so erzählt er weiter, habe er schnell gelernt, selbst in der größten Hektik den Überblick zu behalten. „Übung macht den Meister“, sagt er.

Richtigen Stress gibt es für Slava eigentlich nicht. Außer, wenn keine Gäste da sind. „Wenn du schon alles dreimal geputzt und sauber gemacht hast, vergeht die Zeit überhaupt nicht.“ Seinen Job als Betriebsleiter macht er mit Leidenschaft. Das Credo: „Wie der Tag anfängt, so wird er auch enden.“ Deswegen bleibt Slava nicht viel Zeit für eine Pause. Er muss zurück in die Küche und seinen Kollegen mit den Vorbereitungen für die Frühschicht am nächsten Tag helfen.

Die ersten Stammgäste kommen am frühen Morgen ins Fährhaus

Während mit dem Sonnenuntergang die ersten Gäste aufbrechen, wird es in der Küche allmählich etwas ruhiger. Zeit, die Maschinen zu säubern, die Getränke im Kühlschrank neu aufzufüllen und das Gemüse zu schneiden. Außerdem muss das Eis gespachtelt und alles schön sauber gemacht werden. „Die ersten Stammgäste kommen am frühen Morgen und holen sich ihren Kaffee ab“, weiß Slava. Kurz bevor er seinen eigenen Feierabend genießen kann, räumt er Kissen und Decken ein und hält einen kurzen Small-Talk mit Gästen. Rausgeworfen wird hier niemand. 

Er freut sich schon auf seinen nächsten Arbeitstag. Und ganz besonders auf die Live-Musik-Reihe immer am letzten Freitag im Monat in Zantopps Fährhaus, das ursprünglich einmal "Bootshaus" heißen sollte. Dann brummt der Laden wieder richtig. Genau der Stress, den Slava für ein entspanntes Arbeiten braucht.

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Hier sehen Sie Impressionen von Zantopps Fährhaus am Abend.
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