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Plön Zeitreise in die Vergangenheit
Lokales Plön Zeitreise in die Vergangenheit
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15:46 14.10.2014
Von Christoph Kuhl
Beim ersten Wiese-Treffen in Berlin im vergangenen Jahr können die Teilnehmer bestens eingestimmt werden auf das jetzige Treffen in Schönkirchen. Quelle: uhl
Schönkirchen

Auf den Spuren des 1871 in Schönhorst geborenen und 1900 nach Rügen gezogenen Wilhelm Wiese und dessen Onkel Hartwig Friedrich Wiese (1840 bis 1905): Unter diesem Motto führte Jürgen Waldner von der Schönkirchener Volkshochschule die Wieses in einem historischen Rundgang durch die Gemeinde vom Hörn-Huus zum Alten Gildehaus und Schmidt-Haus bis hin zu Heucks Gasthof und Marienkirche. Begonnen hatte die Familienforschung schon vor einiger Zeit in Berlin.

Bei einer Haushaltsauflösung entdeckte Anneliese Wiese, Enkelin von Wilhelm Wiese, auf dem Dachboden einige sehr alte lose Buchseiten. Viel mehr als dass diese irgendetwas mit Schönkirchen und ihrem Familiennamen Wiese zu tun haben war den vergilbten Seiten nicht zu entnehmen. Auch die mit eingescannten Kopien versorgte  Gemeindebücherei in Schönkirchen und der Kultur- und Landschaftspflegeverein können nicht weiterhelfen. Erst VHS-Spurensucher Jürgen Waldner kann die Seiten der alten Ortschronik von Hartwig Friedrich Wiese aus dem Jahre 1886 zuordnen. Da diese Chronik auch in der Berliner Staatsbibliothek archiviert ist, kann Anneliese Wiese sie dort einsehen und die über 300 Seiten kopieren.

Was folgt sind zwei von ihr belegte VHS-Kurse in Ahnenforschung und Sütterlin. Jürgen Waldner steuert zudem zehn Exemplare der von ihm, Hanns Vorreiter und Brigitte Prien verfassten neueren Gemeindechronik von 1994 bei. Beim ersten Wiese-Treffen in Berlin im vergangenen Jahr können die Teilnehmer bestens eingestimmt werden auf das jetzige Treffen in Schönkirchen.

Bekannter als Wilhelm Wiese ist dessen Onkel Hartwig Friedrich Wiese, der Amtsvorsteher und Ortschronist aus Schönkirchen. Gemeinsam teilen Onkel und Neffe eine Leidenschaft, das Sammeln von Steinen und Käfern. Über 1000 heimische Käfer wurden gesammelt und bestimmt. Einen Einblick in ihr Hobby gab Reiseführer Waldner der Gruppe bei einer kleinen Ausstellung im Hörn-Huus. Mit vielen neuen Erkenntnissen geht es für die Wiese-Familien nun wieder nach Hause. „Zu Herrn Waldner werde ich jetzt auf jeden Fall den Kontakt halten“,  so Anneliese Wiese.