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Plön Zusammenarbeit in der Kiel-Region
Lokales Plön Zusammenarbeit in der Kiel-Region
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00:31 26.11.2014
Von Thomas Christiansen
Für mehr Zusammenarbeit: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Am Tisch vorn rechts Norbert Maroses, vorn links Lutz Schlünsen. Quelle: Thomas Christiansen
Selent

Die Wahlen wurden unterbrochen, als der Gastredner, der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, erschien. Er sprach sich nach einer launigen Einleitung über die kurzen Amtszeiten seiner Vorgänger („gut, dass ihr mich so früh eingeladen habt“) und seine Zeit im Kreis („Ich bin Plöner Jung“) deutlich für mehr Zusammenarbeit aus: „Sind wir Nachbarn, Konkurrenten oder eine Schicksalsgemeinschaft? Wir sind alles zugleich. Kiel und Plön sind allein zu klein, um sichtbar zu sein in der Welt.“ Kämpfer sieht große Potenziale der Zusammenarbeit, „die wir noch überhaupt nicht nutzen“. Die Reaktivierung von „Hein Schönberg“ bezeichnete er als das erste gemeinsame Projekt und zeigte kein Verständnis für Widerstände: „Lasst euch von den Kalinkas dieser Welt nicht ins Bockshorn jagen!“

 Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, der Stoltenberger Bürgermeister Lutz Schlünsen, begründete anschließend den Leitantrag des Vorstandes unter dem Motto „Kreis Plön – Stark in der Kiel-Region“. Der Gedanke der Zusammenarbeit sei zwar schon deutlich gewachsen, es müsse aber noch regionaler gedacht werden: „Nur als Region wird es uns gelingen, zukünftig Investitionen zu bekommen.“ Nach einigen kleineren Änderungen wurde der Antrag einstimmig beschlossen, der insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Tourismus und ÖPNV mehr Zusammenarbeit in der Kiel-Region fordert.

 Einstimmig verabschiedet wurde auch ein Dringlichkeitsantrag der Ortsvereine Barkauer Land und Boksee zum Ausbau der B404 zur A21. Die Landesbehörden werden aufgefordert, die Ortsverbindungsstrecke Nettelsee-Kiel in der Nord-Süd-Ausrichtung als Vorfahrtsstraße zu führen und mit einer 6,5 Meter breiten Fahrbahn und einem Geh- und Radweg auszustatten.

 Zur neuen Kreiskassiererin wurde nach dem Rücktritt von Dietmar Katzer Christel Seick aus Lütjenburg gewählt. Neue Beisitzer wurden nicht gewählt, statt neun gibt es jetzt nur noch sechs.