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Rendsburg 138 neue Bäume für die Arche Warder
Lokales Rendsburg 138 neue Bäume für die Arche Warder
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13:04 12.10.2019
Von Beate König
Tierpark Arche Warder: Auf der Pferdeweide setzen Freiwillige vom Bergwaldprojekt Hainbuchen, Feldahorn und Kirschbäume ein. Quelle: Beate König
Warder

Frühstückspause beim Bergwaldprojekt im Tierpark Arche Warder: Das Haus der Natur wurde zum Gemeinschaftsraum für 18 Freiwillige von der Naturschutzinitiative umfunktioniert. Die Helfer haben Regenjacken und wetterfeste Schuhe am Eingang abgestreift. An der langen Tafel wird aber nur kurz geschmaust. Es ist viel zu tun.

Bergwaldprojekt Arche Warder: 138 neue Bäume im Tierpark

Studentenfutter, gebuttertes Brot, Äpfel und Schokolade als Nervennahrung liegen als Energiespender auf dem Tisch bereit. Vor dem Mittagessen, das eine Freiwillige für die anderen kocht, sollen allerdings noch weitere Bäume in den Boden, egal ob es regnet oder stürmt. „Das Wetter ist nicht so gut, deshalb haben wir das Frühstück nach drinnen verlegt“, erzählte Gruppenleiter René Pieske.

Umweltstiftung Greenpeace spendet 138 Bäume für den Tierpark

Draußen auf der 40 Hektar großen Fläche der Arche Warder liegen an Knicks und auf Weiden 138 Bäume parat. Die Umweltstiftung Greenpeace hat die Bäume für die Pflanzaktion im Herbst gespendet, erzählt Stefanie Klingel vom Tierpark.
Und es werden Wunschbäume eingesetzt: „Neben Ahorn und Hainbuche wollte der Tierpark Bäume mit auffälligen Blütenständen haben“, erzählt Projektleiterin Katja Fuchs: Weiß- und Rotdorn versprechen im Frühling Blütenmeere auf den Weiden von Kaltblutpferden, Angusrindern und Schafen.

Das Berwaldprojekt ist nicht zum ersten Mal im Tierpark Arche Warder

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René Pieske erklärt die Arbeitsroutine für mehrere Gruppen. Gesetzt wird nach Plan:  Grassoden abstechen, 50 Zentimeter tief den Boden ausheben, den Baum hineinheben, neben den Wurzelballen Platz für zwei Pflanzpfähle finden. Sind die Pfähle mit Muskelkraft in den Boden gerammt worden, erhält der Ballen in Schichten Erde, das Speichersubstrat Betonit, Erde und Rindenmulch als Verdunstungsschutz. Ein kleiner Sandwall hält die rund 100 Liter Wasser, das mit der Gießkannen verteilt wird, im Pflanzbereich.

Bergwaldprojekt in Arche Warder: harte Arbeit für Freiwillige

„Das Gras geben wir dem Tierpark. Die Hühner lieben es, darin zu scharren“, erzählt Gruppenleiter Pieske, während die Freiwillige Andrea Coch die Enden eines Maschendrahtzaunstücks mit der Hand umeinander flechtet - ein Schutz für die Baumrinde gegen knabberfreudige Kaninchen. „Vorbereiten kann man sich auf die Pflanzaktion nicht, Muskelkater gehört dazu“, erzählt die Kirchenmusikerin aus Bad Sobernheim. Dennoch: Für sie ist die Arbeit erholsam.

Die Freiwillige Kati Langkau von der Baumpflanzaktion der 1986 in der Schweiz gegründeten Naturschutziniative überzeugt: Für Kost und Logis in freier Natur Bäume fachgerecht setzen „ist so erholsam wie zwei Wochen Urlaub“. Für die Berlinerin eine Win-win-Situation: „Es ist gut für die Seele und für das Gewissen.“ Ihr Wunsch: „Eigentlich möchte ich alle Projekte mitmachen. Es gibt auch eins in Norwegen.“

Das Bergwaldprojekt wurde in Deutschland 1991 begonnen. Ursprünglich ging es um die Aufforstung von Wäldern, die durch sauren Regen zerstört wurden. Der Verein bietet bundesweit mehr als 80 Freiwilligenwochen im Jahr an.

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Auch bei schlechtem Wetter gehen die Freiwilligen raus und setzen Bäume ein: Beim Bergwaldprojekt werden 138 neue Bäume im Tierpark Arche Warder gepflanzt.

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