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Rendsburg 30 Jahre Jüdisches Museum gefeiert
Lokales Rendsburg 30 Jahre Jüdisches Museum gefeiert
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17:45 13.11.2018
Von Beate König
Foto: Carsten Fleischhauer
Carsten Fleischhauer, Leiter des jüdischen Museums in Rendsburg, begrüßte zum Fest zum 30-jährigen Bestehen des Hauses Miriam Rürup vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden. Quelle: Beate König
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Rendsburg

„Es ist unschätzbar wertvoll für die politische Bildung und für den kulturellen Austausch“, sagte Günther. Für die Feierstunde im Betsaal der ehemaligen Synagoge in der Prinzessinstraße reichten die Stühle nicht aus. Mehr als 100 Gäste aus Schleswig-Holstein und Hamburg beklatschten Günthers mahnende Worte: Das Museum sei als kulturell-religiöses Zentrum der Ort, um jüdisches Leben in der Gesellschaft sichtbar zu machen.

In Erinnerung an seinen Besuch in der KZ-Gedenkstätte von Auschwitz bekräftigte Günther: Niemals wieder sollten Menschen wegen ihres Glaubens diskriminiert werden. Angesichts unverhohlen zutage tretendem Antisemitismus in der Gesellschaft appellierte der Ministerpräsident: „Treten Sie Rassismus und Antisemitismus entgegen, wenn Sie ihn erleben. Wir haben eine historische Verantwortung.“

Vermittlung gelebter jüdischer Kultur

Seit 2002 gehört das Jüdische Museum zur Stiftung der Landesmuseen Schloss Gottorf. 1988 hatte die Stadt Rendsburg das Gebäude erworben. Bei der Vermittlung der gelebten jüdischen Kultur will das Museum neue Wege gehen, so Museumsleiter Carsten Fleischhauer. Ein fünfminütiger Film verlockte zum Rundgang.
Veranstaltungen für 2019 wurden mit Vertretern des Landesverbands jüdischer Gemeinden, des Zentralrats der Juden im Land und der jüdischen Gemeinde Kiel entwickelt.

Anlaufstelle für eingewanderte Juden

Das Museum sei in den Anfangsjahren auch Anlaufstelle für eingewanderte Juden gewesen, so Fleischhauer. Die Dankbarkeit für die Hilfe sei bis heute Motor in der Zusammenarbeit.

Hans-Jürgen Jensen 13.11.2018
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Torsten Müller 13.11.2018