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Rendsburg Mit 80 Jahren auf dem Traktor unterwegs
Lokales Rendsburg Mit 80 Jahren auf dem Traktor unterwegs
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18:36 14.11.2019
Von Frank Scheer
Gottfried Janßen ist seit über 30 Jahren Gemeindearbeiter in Mühbrook und aus der Gemeinde nicht wegzudenken. Hier entfernt er das Laub von der Gedenkstätte an der Alten Schule. Quelle: Frank Scheer
Mühbrook

Bürgermeister Wulf Klüver lobt: „Er ist nicht wegzudenken und hoch geschätzt.“ Gottfried Janßen prägt das Gesicht des Dorfes – alles, was an Arbeit anliegt, wird von ihm erledigt. Er kümmert sich beispielsweise auch um die Stationen, in denen das Abwasser nach Neumünster gepumpt wird.

„Wir hoffen, dass er uns noch lange zur Verfügung steht“, führt der Gemeindechef aus. Aber für die Zeit nach dem Ausscheiden Janßens, der bis zu seiner Pensionierung Tankwagenfahrer war, will die Gemeinde gerüstet sein.

Mühbrook will Betriebshofhalle bauen

Im Gewerbegebiet Tökshorst soll eine kleine Betriebshofshalle gebaut werden. Die Gemeinde hat sehr viel Material, was momentan an verschiedenen Orten gelagert wird. „Das könnte man mal alles zusammenstellen. Bänke, Kühlschränke und anderes Material“, so Klüver.

Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets hat die Gemeinde eines der vier Grundstücke für den Eigenbedarf behalten – die anderen drei sind verkauft. 300.000 Euro sind für die Halle im Haushalt 2020 vorgesehen, der in der Gemeindevertretung am Mittwoch, 20. November, ab 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus zur Verabschiedung ansteht.

Gemeindearbeiter nutzt eigenen Traktor

„Es geht uns erst einmal darum, dass Geld im Etat ist. Pläne haben wir noch nicht, und wann die Halle gebaut wird, steht auch noch nicht fest“, so Klüver. Über eine Nachfolgereglung habe sich die Gemeinde auch noch keine Gedanken gemacht.

„Wenn es meine Gesundheit erlaubt, dann man ich den Job noch so lange, wie der jetzige Bürgermeister im Amt ist“, erzählt Gottfried Janßen. Am Donnerstag entfernt er das Laub rund um das Ehrenmal an der Alten Schule. „Sonntag ist doch Volkstrauertag, zur Feierstunde muss alles schier sein.“ Nachdem er das Laub auf seinen eigenen Traktor geladen hat, holt er den Rasenmäher. 

15 Mutterschafe hat der 80-Jährige auch

Wann er als Gemeindearbeiter angefangen hatte, das weiß er nicht mehr so genau. „Das war unter Bürgermeister Helmut Gattig. Dann bin ich dabei geblieben.“ Eigentlich sei er täglich im Dorf unterwegs und mache irgendetwas. Er ist auf 450 Euro-Basis angestellt, macht aber mehr.

„Der Bürgermeister hat schon mal gesagt, ich soll die Stunden aufschreiben. Aber das mache ich nicht. Das ist ja mein Job, und der macht Spaß.“ Nebenbei kümmert sich der 80-Jährige noch um 15 Mutterschafe, die auf einer Weide stehen. „Im Sommer sind es dann 30 bis 40. Die Lämmer verkaufe ich“, so der Witwer. Die Schafe hatte er sich gekauft, weil er auf der Weide sein Feuerholz lagert. Dort wollte er nicht auch noch Rasenmähen. 

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