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Rendsburg Mittelalter Live in Warder
Lokales Rendsburg Mittelalter Live in Warder
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13:02 01.06.2019
Von Beate König
Ein Stoß ins Horn gehört für Sven (53) und Niels (45) beim Mittelalter-Festival zum guten Ton. Quelle: Tanja Böhning
Warder

Im Abendlicht tanzen, Schaukämpfe ausfechten, Lagerfeuer schüren und unter freiem Himmel schlafen – dazu verlockt das Mittelalter-Festival in der Arche Warder hunderte Teilnehmer. Bis Sonntag wird im Zentrum für alte Nutztierrassen in mehr als 50 Lagern wie in alten Zeiten gelebt.

„Das Interesse am Mittelalter-Festival im Zentrum für alte Nutztierrassen wächst“, berichtet Stefanie Klingel von der Arche Warder. Je häufiger die Mittelalterfans ihre Zelte bei den Mittelalterspektakeln aufschlagen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gruppen teilen. Dementsprechend steigt de Nachfrage nach Lagerplätzen. Die Fläche, auf denen auf dem 40 Hektar großen Gelände der Arche Warder Zelte aufgeschlagen werden können, soll jedoch nicht vergrößert werden. Fünf Koppeln zwischen den Weiden der Tiere bietet die Arche Warder mehr als 300 Mittelalterfans für ihre Lager an. Bei dieser Fläche soll es bleiben.

„Die Lager kennen sich und wollen an gleichen Platz“

„Wir brauchen die Koppeln, um Futter für die Tiere zu haben. Das Gras muss sich nach einem Festival immer erholen“, erklärte Stefanie Klingel die Begrenzung. Um dennoch alle Lagerwünsche erfüllen zu können, plant die Organisatorin schon während der laufenden Veranstaltung die Platzverteilung für die nächste Festival im Herbst: Die Anmeldungen sind wegen der hohen Zahl an Stammgästen planbar. Beim Rundgang im Abendlicht zeigt sie auf zeltfreien Flächen. „Dort könnte im Herbst ein weiteres Lager sein“, zeigt die Planerin. Bei logistischen Entscheidungen ist Fingerspitzengefühl gefragt. „Die meisten Lager kennen sich und wollen an den gleichen Platz“, sagt Stefanie Klingel beim Rundblick über Met-Verkäufer, Wikinger-Schilde, Ständer mit Filz- und Lederkappen und das Meer aus hellen Zelten.

Wikinger kämpften mit schwerem Rüstzeug

Im Lager Ragnarök stimmt Feuer auf den Abend ein. In einer Schale züngeln Flammen zwischen Holzscheiten, auf einem Grillrost brutzeln über Holzkohle ein Dutzend Hähnchenschenkel. Schilde, eine Streitaxt und geschmiedeter Stahlhelm auf einem Gerüst ziehen die Blicke der Passanten auf sich. „Wollt ihr das mal ausprobieren?“ fragt Annabelle aus dem Lager die neugierigen Kinder Trude (6), Emma (6) und Karl (8). Die Kinder nicken und binnen Sekunden kann der Achtjährige spüren, wie sich ein Wikinger auf Kampfzug gefühlt haben muss: Beladen mit schwerem Rüstzeug. Der Helm mit dem martialischen Augenschutz wiegt mehrere Kilogramm, auch die Doppelaxt liegt schwer in der Hand. „Damit sind die Kämpfer früher Kilometerlang marschiert.“

Das Mittelalter wird zum Fest

Am Lager Hamburg nebenan geht es dagegen deutlich unbeschwerter zu. Ein Trompetensignal schallt aus dem offenen Zelt – die Tänzer rufen zum Mitmachen auf die Wiese. Dirk Rosenzweig aus dem Lager erklärt Schritte, Pärchen stellen sich gegenüber zum Bärentanz auf. Röcke werden gerafft, Leinenärmel flattern im Schwung. Tanzfreudige schreiten, hüpfen und drehen sich lachend zwischen den Zelten. Das Mittelalter wird zum Fest, bis einer atemlos ruft: „Ich kann nicht mehr!“
Mittelalter-Festival, bis Sonntag bis 2. Juni, täglich ab 10 Uhr. Eintritt: Erwachsene 12 Euro, Kinder 8 Euro, Familien 32 Euro. Tierpark Arche Warder, Langwedeler Weg 11, Warder. www.arche-warder.de

Einen Vorgeschmack auf Kunst in den verschiedensten Formen bekamen Spaziergänger auf dem Seerundweg in Bordesholm am Freitag. Viele der 45 an „See & Art“ beteiligten Kunstschaffenden setzten ihre Werke ins Szene – am Sonnabend, 1. Juni, wird die Ausstellung mit 60 Objekten um 16 Uhr eröffnet.

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