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Rendsburg "See & Art" startet am Sonnabend
Lokales Rendsburg "See & Art" startet am Sonnabend
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20:00 31.05.2019
Von Frank Scheer
Karin Müller-Wichards aus Bordesholm hat ihre sechs bestickten Tischtücher in der Baumallee nahe der Seeterrassen mit selbst genähten Schals an den Stämmen befestigt. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

„Die Aktion ist wunderbar. Menschen bleiben an der Kunst stehen, kommen vielleicht ins Gespräch“, so Karin Müller-Wichards, die in der Allee kurz vor den Seeterrassen sechs große mit Worten bestickte Tischtücher aufhing. „Die grauen Gedanken fliegen davon“ hat die Künstlerin ihr Werk betitelt. „Es ist die Auseinandersetzung einer Mutter, die gern Künstlerin wäre, aber kaum Zeit dafür findet.“

Aus Draht und Plastik ein Porträt gemacht

Lisa Grünau nimmt mit ihrem Selbstporträt „Blick auf den See“ zum allerersten Mal an einer Ausstellung teil. „Meine Freundin hat vor zwei Jahren an der Straßenlaternen-Kunstaktion teilgenommen. Das fand ich so interessant, dass ich mir diesmal selbst etwas einfallen lassen habe.“ Sie nutzt oft einen Gang um das Gewässer, „um mal abzuschalten“. Daher die Idee für das Objekt: Sie spannte Draht zwischen Gartenholz und befestigte zur Darstellung buntes Plastik daran. Mit ihrem Standort ist sie sehr zufrieden: Man schaut durchs Gesicht auf das Wasser.

Natur und Kunst gemeinsam erleben

Die Menschen könnten hier Natur und im Vorbeigehen auch Kunst erleben, hebt Jens Rahn, ehemaliger Leiter der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster, hervor. Seit seiner Pensionierung vor zehn Jahren befasst sich der Kieler intensiv mit Kunst – eigentlich Keramik und Stein. Für „See & Art“ hat er zwei Holzstücke ausgewählt, weil sie zum Thema passen. Sein „Waldschrat“ steht auf der Wiese am Amtsmannspark. Eine Trauerweide, die er mit der Motorsäge ausgehöhlt hat. Er soll zum Nachdenken anregen. „Der Waldschrat grinst einen irgendwie hämisch an. Als ob er denken würde, die Natur überlebt alle Schandtaten der Menschen – der aber wird sich selbst zerstören.“

Das Artensterben ist auch Thema

Zum Nachdenken sollen auch die nahe der Sudbergkurve in den Bäumen hängenden Vogelkäfige von Hendryk und Nils Claussen anregen. Inhalt: Bilder von Eisvogel, Spatz, Dohle, Turmfalke und Blauracke. Beide wollen auf das Artensterben aufmerksam machen, genau wie Edzard Ihnen mit seiner überdimensionalen Darstellung einer Biene auf einem Betttuch. Die meisten Teilnehmer haben mit dem Aufbau bis gestern abgewartet – um eine Zerstörung durch randalierende Gruppe am Himmelfahrtsfeiertag auszuschließen.

Kunstschaffende zeigen Objekte ohne Honorar

Die Künstler und Hobbyisten beteiligen sich ohne Honorar und auf eigenes Risiko an der Schau. Das sorgte im Vorhinein vereinzelt für Kritik. Der Bildhauer Franz Robert Czieslik aus Groß Ippener hat deshalb auf eine Teilnahme verzichtet. „Vor Ort wird man sich sicher gerne an die Schau erinnern. Aber keiner wird daran denken, dass die Künstler das finanziell und ideell getragen haben.“ Er sei Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler und setze sich für faire Regeln im Umgang mit Künstlern und der Kunst in der Öffentlichkeit ein. Initiator Nils Claussen sagte dazu: Wir wollten eine niederschwellige Form für die Darstellung bieten. Alles andere können wir nicht leisten.“

Die Ausstellung wird im Amtmannspark eröffnet. Anschließend ist eine Führung geplant. Die Objekte sind bis September zu sehen.

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Viele der 45 Künstler bauten ihre Objekte am Freitag am Seerundweg in Bordesholm auf.
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