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Rendsburg Wiedersehen der Fußballer vom TuS Felde
Lokales Rendsburg Wiedersehen der Fußballer vom TuS Felde
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21:53 19.10.2018
Von Beate König
Altherren mit Siegerwillen: Mitglieder der Fußballmannschaft des TuS Felde brachten 1959 und 1961 Kreismeistertitel mit nach Hause. Am Freitag feierten sie das große Wiedersehen. Quelle: Beate König
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Felde

Fürs Mannschaftsfoto auf die Knie? Für die Sportler, die 1959 und 1961 den Kreismeistertitel für den TuS Felde holten, auch nach 60 Jahren keine große Sache. 13 Fußballer aus der Mannschaft, die Walter Wrobel trainierte, kamen auf Einladung von Spieler Gerhard Ehmke zum Jubiläumstreffen. Ehmke hatte das Team, das 1958 bis 1962 zusammenspielte, ins TuS-Sportheim in Felde eingeladen. Heute sind die Kicker 74 bis 84 Jahre alt. „Ich sehe die anderen nach 56 Jahren zum ersten Mal wieder“, sagte Hubert Herrndorf erfreut über die Idee von Ehmke.

Den Meistertitel in der damaligen Kreisklasse des Kreises Rendsburg holten die Felder damals beide Male durch erste Plätze in der Tabelle. „Wir waren damals gut“, erinnert sich Günter Reese. Die Elf aus Felde stieg in die Bezirksklasse auf. Wrobel trainierte auch FC Kilia und Holstein Kiel. Beide Male traten die TuS-Spieler zu Endspielen in Rendsburg an. Einmal auf dem Nobiskrüger Platz, einmal auf dem Tribünenplatz.

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Titel mit spektakulärer Vorgeschichte

Der zweite Kreismeistertitel hat eine spektakuläre Vorgeschichte: Die Weiß-Blau-Roten hatte wegen einer Schiedsrichterentscheidung den Platz unter Protest verlassen, das Spiel abgebrochen und die Entscheidung angefochten. „Der Ball war im Aus, er wurde von dort ins Tor gespielt, das war ungültig“, erinnerte sich Gerd Thode, als wäre es gestern gewesen. Die Kicker aus Felde bekamen beim Schiedsgericht in Kiel Recht. Das Spiel wurde auf neutralem Boden in Rendsburg wiederholt. Sie siegten.

Das Spiel, der Teamspirit, die Aufgaben der Spieler - damals war vieles irgendwie anders. Handfester. Es gab keine Winterpause im Spielbetrieb. Auch bei Schnee traten die Mannschaften an. „Die Spieler haben vormittags den Platz frei geschippt, dann haben wir nachmittags verloren,“ erzählte Rolf Kock. Im Winter wurden an den Schuhen die Lederstollen heraus- und die Eisennagelstollen hereingeschraubt. „Wenn wir überhaupt Stollen hatten. Bei Eis zogen wir Socken über die Schuhe“, erinnerte sich Günter Reese.

Fans reisten mit Mannschaft an

Zu Auswärtsspielen nach Bornhöved, Neumünster, Kiel und Rendsburg fuhr das Team gemeinsam im Miet-Bus. Die Schlachtenbummler stiegen dort auch zu. „Manchmal mussten die Spieler dann während der Fahrt im dichten Gedränge stehen, so viele Fans kamen mit,“ erinnerte sich Thode.

Ehmkes Einladung folgten Mannschaftskollegen aus Achterwehr, Bredenbek, Westensee, Hohenwestedt und Felde. „Wenn ich nochmal einlade, dann in zehn Jahren“, plante der Bredenbeker nach dem ersten Jubiläumstreffen.

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