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19:17 03.07.2019
Von Frank Scheer
Eine Postkartenausstellung wird in der Heimatsammlung Bordesholm gezeigt. Nils Lange hat die Schau zusammengestellt. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Die AG Heimatsammlung des Kulturvereins Bordesholm hat etwa 100 ganz alte Postkarten in ihrem Bestand. Zudem ist auch der Fundus des Geschichtsvereins Bordesholmer Land durchforstet worden. „Für die Ausstellung habe ich daraus interessante Stücke aus dem Zeitraum 1899 bis 1939 ausgewählt“, berichtet Nils Lange. Am Donnerstag, 4. Juli, wird die die Schau um 17 Uhr im Heimatmuseum auf der Klosterinsel eröffnet.

Postkarten wirken wie gemalt

Stolz hält der ehrenamtliche Ausstellungsorganisator ein kleines buntes Kärtchen in die Höhe. „Gruß aus Bordesholm“ steht darauf. Zu sehen sind eine Ansicht vom Hotel Alter Haidkrug (heutige Verwaltungsakademie), der Klosterkirche und Linde sowie eine Uferansicht vom See aus mit der Überschrift „Strandparthie“. Die Bilder wirken wie gemalt. „Die Karte ist von 1901“, so Lange.

Text war nur zwischen Bildern möglich

Zwischen den Bildern ist handschriftlich eine persönliche Notiz zu erkennen. Auch auf anderen Postkarten von damals sind die Motive beschrieben. Warum? Die Erklärung ist einfach. „Damals durfte auf die Vorderseite nur die Adresse. Erst 1906/1907 veränderte sich das. Von diesem Zeitpunkt an sind geteilte Postkarten, auf denen die Adresse rechts und der persönliche Text links steht, international anerkannt worden“, berichtet Nils Lange.

Ausstellung dokumentiert Entwicklung

Die Postkartenausstellung im Heimatmuseum auf der Klosterinsel dokumentiert auch die Entwicklung der Gemeinde. Dem Betrachter werden auf knapp 40 Schautafeln Informationen zu den auf den Postkarten gezeigten Optiken geboten. Dazu ist eine aktuelle Ansicht mit weiteren Erklärungen von Lange integriert worden. „Die Fotos habe ich im Frühjahr von allen Standorten selbst gemacht.“ Dabei wird auch deutlich, wie krass sich einige Bereiche verändert haben.

Café wurde zur Gemeindeverwaltung

Ein Beispiel: Eine Postkarte zeigt ein schmuckes Gebäude – das „Café Seelust“ in der Heintzestraße 27. Der Zimmermeister Freese ersteigerte 1904 das Grundstück mit dem darauf stehenden „Armenhaus der Gemeinde“. Nach dem Abriss und dem Neubau eines Hauses im Kolonialstil betrieb er zehn Jahre lang bis 1918 dort das Café und eine Wannen-Badeanstalt. 1918 kaufte die Gemeinde das Domizil und brachte dort die Verwaltung und die Gemeinde-Sparkasse unter. 1973 ist die Verwaltung dann in das ehemalige Rathaus in der Holstenstraße umgezogen. Das ehemalige „Seelust“ war dann ein Jahr Obdachlosen-Unterkunft. Seit 1980 steht dort ein Terrassenwohnblock.

In die Schautafeln hat Nils Lange zudem Zeitungsmeldungen, insbesondere auch aus den Kieler Neuesten Nachrichten integriert. Zur Ausstellung gibt es auch eine Broschüre mit allen alten Postkarten und Erklärungen, die für 10 Euro in der AG Heimatsammlung zu bekommen ist. Die Ausstellung kann sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

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