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Rendsburg Möbel gehen in AWR-Kaufbar gut weg
Lokales Rendsburg Möbel gehen in AWR-Kaufbar gut weg
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07:05 06.03.2020
Von Frank Scheer
Die Kaufbar ist ein Ort der Nachhaltigkeit. Quelle: Frank Scheer
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Büdelsdorf/Nortorf

Am Eröffnungstag stürmten 1300 Menschen den 500 Quadratmeter großen Laden – vorher war dort das Autohaus Meincke zu finden. Zwischen 250 und 350 Kunden kamen bislang in dieser Woche täglich. „Möbel und Gläser sind gefragt“, so Carolin Jürgens, die für Warenannahme und Preisgestaltung zuständig ist. Katrin Rogge-Bornstedt sorgt für den Verkauf. Ihre Stelle hat die AWR neu geschaffen.

Seit 2015 läuft bereits ein Flohmarkt

So ganz neu ist die Idee dieses Nachhaltigkeitsprojekts nicht. Bereits seit 2015 durchforstet die AWR den von den Recyclinghöfen kommenden Abfall – und die verwertbaren Dinge werden seitdem bereits bei einem monatlichen Flohmarkt auf der Deponie in Alt Duvenstedt verkauft (nächster Termin Sonntag, 22. März, 9 bis 13 Uhr). Weil aber immer mehr hochwertige und zum Teil noch original verpackte Dinge entsorgt werden, drängte sich die Idee mit dem Kaufhaus mit regelmäßigen Öffnungszeiten förmlich auf, so Christine Schulte, die bei der AWR die Recyclinghöfe managt.

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In neun Recyclinghöfen wird gesammelt

In neun der zehn Recyclinghöfen im Kreisgebiet hat die AWR spezielle Container aufgestellt. Bei der Annahme entscheiden die AWR-Mitarbeiter, ob die angelieferten Dinge für den Wiederverkauf geeignet sind oder in die Müllpresse kommen. Und die Behälter füllen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen. Die Menschen finden die Wiederverwertung gut und geben auch gezielt Dinge dafür ab, heißt es. In dieser Woche holte AWR-Mitarbeiter Karim Boujida zum Beispiel in der Fabrikstraße in Nortorf die „Waren“ ab. Spielzeug in Hülle und Fülle, Kindersitze fürs Auto, Fahrräder, Campingmöbel, eingeschweißte Sitzkissen oder eine Eismaschine sowie CD und Bücher zählten dazu. In einem eigens für die Abholung konzipierten Trolley zieht der AWR-Mitarbeiter den für die Wiederverwertung ausgewählten Abfall zum Lkw. Anschließend fährt er zum Recyclinghof nach Bordesholm – auch da ist der Container voll.

Waren werden in einer Werkstatt geprüft

Das Sammelsurium landet in der Werkstatt auf der Deponie in Alt Duvenstedt. Da kommen alle Dinge nochmals auf den Prüfstand und es wird entschieden, was nur für den Flohmarkt, und was letztlich in die neue „Kaufbar“ geliefert wird. „Zu 85 Prozent werden die Dinge wieder in den Kreislauf gebracht“, sagt Irene Husser. Ein No-Go ist, wenn etwas muffig nach Keller riecht. Werkstatt-Leiter Dennis Brandt überprüft mit seinem Team technische Geräte und anderes auf Funktionalität. „Wenn etwas nicht funktioniert oder Spiele nicht komplett sind, kommen sie in die Tonne.“ Auch er wundert sich immer wieder, was für neuwertige Dinge entsorgt werden. „Aber wir leben eben in einer Wegwerfgesellschaft. Das Shoppen gehört heute zur Freizeit und wenn man gekaufte Dinge nicht braucht, kommen sie nach einer gewissen Zeit eben weg.“

Montags ist Ruhetag

Büdelsdorfs Bürgermeister Rainer Hinrichs betonte den sozialen Aspekt des neuen Ladens, der sich schnell auch zu einem Treffpunkt für die Menschen in der Umgebung entwickeln könne. Die Öffnungszeiten der AWR-Kaufbar sind: Dienstag, Mittwoch, Freitag von 9.30 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9.30 bis 19 Uhr, Sonnabend von 9.30 bis 14 Uhr. Montags ist geschlossen.

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