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Rendsburg Abwassergebühr steigt für Bürger im Amt
Lokales Rendsburg Abwassergebühr steigt für Bürger im Amt
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18:00 05.12.2019
Von Florian Sötje
Die zentrale Abwasserbeseitigung im Amt Achterwehr läuft über das Klärwerk in Quarnbek. Quelle: Torsten Müller
Achterwehr

Erst zu Beginn dieses Jahres war die Zusatzgebühr von 2,85 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser auf 3,29 Euro im Amt Achterwehr gestiegen. Die jetzige Anhebung entspricht einer Preissteigerung von 15,5 Prozent. Die Grundgebühr erhöht sich um neun Prozent. Sie war zuvor über Jahre konstant geblieben.

Melsdorf, Ottendorf und Schönwohld sind nicht betroffen

Betroffen sind Bürger der Gemeinden Achterwehr, Bredenbek, Felde, Krummwisch, Quarnbek und Westensee. Sie sind an das Klärwerk des Amtes in Quarnbek angeschlossen. Melsdorf, Ottendorf und der Achterwehrer Ortsteil Schönwohld schicken ihr Abwasser in Richtung Bülk.

Das Amt erhöht die Gebühren, obwohl sich die Abwassermenge und die Anzahl von Grundstücksanschlüssen in den vergangenen Jahren vergrößert haben. Doch aktuell stehen in den Gemeinden keine weiteren Bautätigkeiten an, die Abnahmemenge sei relativ konstant, sagte Kämmerer Marco Carstensen im Finanz- und Bauausschuss des Amtes Achterwehr.

Allgemeine Kosten der Abwasserbeseitigung sind stetig gestiegen

Ein Grund für die Gebührenerhöhung ist laut Carstensen die Kostenentwicklung bei der Abwasserbeseitigung.  "Gravierend ist der Anstieg bei der Klärschlammentsorgung", sagte der Kämmerer. Zum Vergleich: Während die Entsorgung in den Jahren 2015 und 2016 jeweils Kosten zwischen 80.000 und 90.000 Euro verursacht habe, seien es 2018 245.000 Euro gewesen.

Abwassergesellschaft erwirtschaftet Defizit von 235.600 Euro

Neben dieser Entwicklung im normalen Betrieb führen die Sanierungen im teilweise maroden Leitungsnetz zur Gebührenanhebung. Zudem steht für die Abwassergesellschaft, die das Klärwerk in Quarnbek betreibt und zu 51 Prozent dem Amt sowie 49 Prozent der Schleswag Abwasser GmbH gehört, in der Jahresabrechnung für 2018 ein Defizit von rund 235.600 Euro. Dieses muss innerhalb von drei Jahren ausgeglichen werden. Auch dazu dient der ab 1. Januar geltende Gebührensatz.

Neue Schmutzwasserleitung ist noch nicht in der Berechnung enthalten

Die neue Schmutzwasserleitung zwischen Bredenbek und dem Klärwerk in Quarnbek, die für 1,8 Millionen Euro gebaut wurde, ist in der Kostenrechnung noch nicht enthalten. Aufgrund kleinerer technischer Details ist sie noch nicht in Betrieb, soll diesen aber in den nächsten Wochen aufnehmen. Die Auswirkungen auf die Gebührenkalkulation werden also noch folgen.

Planung für eine eigene Schlammtrocknung

Um die zuletzt stetig steigenden Gebühren langfristig wieder konstant zu halten, plant die Gesellschaftsversammlung die Errichtung einer eigenen Schlammtrocknung. So könnte das Volumen des transportierten Schlamms zur Entsorgung verringert und die Kosten somit reduziert werden. Bisher wird die Trocknung von einer externen Firma übernommen. Zudem wäre man flexibler bei der Entsorgung. „Doch um langfristig Geld zu sparen, müssten wir zunächst welches in die Hand nehmen“, sagte Carstensen. Die Abwassergebühren werden also in Zukunft ein wiederkehrendes Thema bleiben.

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