Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg 34 Prozent mehr fürs Abwasser
Lokales Rendsburg 34 Prozent mehr fürs Abwasser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:26 08.11.2019
Von Frank Scheer
Ein Belüfter im Blumenthaler Klärwerk soll die Reinigungsleistung im ersten Teich verbessern - das Grevenkruger Abwasser, für das die Haushalte ab 2020 deutlich mehr bezahlen müssen, wird in dieser Anlage gereinigt. Quelle: Beate König
Grevenkrug

Die Grevenkruger gehen mit Wasser zu sparsam um, aber auch die Zahl der Einwohner ist in den letzten drei Jahren von 225 auf 203 gesunken – gegen den Einwohnerschwund hat die Gemeindevertretung am Montagabend etwas getan: Die Planung eines neuen Baugebiets ist angeschoben worden. „Wir bestimmen die Abwasserpreise nicht selbst“, betonte Bürgermeister Klaus Gronau.  Bei der letzten Gebührenkalkulation 2016 waren die Grevenkruger von einer jährlichen Menge von 10 800 Kubikmetern ausgegangenen, die in die Kläranlage nach Blumenthal gepumpt werden sollten.

Defizit ist auf 21900 Euro gestiegen

Tatsächlich sind in den Haushalten aber deutlich weniger angefallen: 2016 waren es 9 675 Kubikmeter, 2017 9 196 und 2018 sogar nur noch 9 182. „Da aber die Fixkosten gleich bleiben oder eher steigen, hat sich ein Minus von rund 17 200 Euro angehäuft“, erklärte der Gemeindechef. Hinzu kommt eine im laufenden Jahr mit 23 400 Euro relativ hohe Zahlung an die Gemeinde Blumenthal. Das aufgelaufene Defizit wird Ende 2019 bei 21 900 Euro liegen.

Neue Gebühr ist bis 2022 gültig

Die neue Gebühr gilt vorerst bis 2022, dann muss erneut gerechnet werden. Eigentlich wäre sogar ein Kubikmeterpreis von 5,35 Euro notwendig gewesen. „Da das Haushalte mit vielen Personen besonders stark belastet hätte, haben wir die Grundgebühr von 5 auf 6 Euro auch angehoben und mussten den Kubikmeterpreis so nur auf 5,26 Euro erhöhen“, so Gronau.

Mehrkosten je Haushalt von 116 bis 326 Euro

Ein Haushalt mit zwei Personen muss ab 2020 mit Mehrkosten von rund 116,80 Euro, ein Haushalt mit sechs Personen mit 326,40 Euro kalkulieren. Da immer mehr Geräte und Bürger Wasser sparen, werde aber der Trend der Kostensteigerung anhalten. „Wir haben in der Vergangenheit auch darüber nachgedacht, uns dem Abwasserzweckverband anzuschließen. Aber die Entfernung ist zu lang, die Kosten sind zu hoch. Zudem würde das Wasser bei unserer Menge zu lange in den Rohren liegen“, so Gronau.

Neues Baugebiet dürfte Abwassermenge ansteigen lassen

In ein oder zwei Jahren dürfte es in Grevenkrug aber wieder mehr Verbraucher geben, die die Abwassermenge steigen lassen werden. Der Aufstellungsbeschluss für ein neues Wohngebiet wurde in der Sitzung auch gefasst. Das Areal mit sieben bis acht Häusern liegt rechts und links am Ortsausgang der Dorfstraße in Richtung Landesstraße 318. Laut Gronau handelt es sich um den einzigen Bereich, in dem sich der Ort überhaupt noch entwickeln kann. Im Herbst 2020 könnte, wenn planungsrechtlich alles glatt verläuft, der Baubeginn für die ersten Häuser erfolgen, hofft der Bürgermeister.

Immer informiert: Nachrichten aus der Region

Es ist ein ganz besonderer Film, der Sonntag, 10. November, 14 Uhr im Haus der Feuerwehr in Flintbek präsentiert wird: Der Filmemacher Moritz Boll drehte mit seinem Team sowie einigen Komparsen einen Notfall-Lehrfilm zum Thema Herztod und AED-Gerät, der am Sonntag Premiere feiert.

Sorka Eixmann 08.11.2019

Die Sportbuzzer-User haben entschieden: Wir zeigen euch das Landesliga Schleswig Keller-Duell zwischen dem TuS Jevenstedt und dem SpVg Eidertal Molfsee. Wir werden für euch am Sonntag um 14 Uhr die Begegnung mit der Kamera (Sonntag 20 Uhr bei uns auf sportbuzzer.de/kiel) festhalten!

Christopher Hahn 07.11.2019

Was passiert, wenn ein Bürgermeister, Polizeichef, Feuerwehrboss und ein Versicherungsjurist als Rentner das Schreiben pflegen: „Fleckis Sugar Daddy Club“ – der neunte Bordesholm-Krimi, der eine Mischung aus Landespolitik, Sex, Verwicklungen garniert mit regionalen Aspekten bietet.

Frank Scheer 07.11.2019