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Rendsburg Ein Ständchen für den Dirigenten
Lokales Rendsburg Ein Ständchen für den Dirigenten
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17:50 03.03.2019
Von Beate König
Mit beweglichen Fingern rasant Tasten und Knöpfe teffen: Die Musiker des Kieler Akkordeonorchesters spielten unter der Leitung von Karsten Schnack im ausverkauftem Bürgerhaus Kronshagen. Quelle: Beate König
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Kronshagen

Der Programmzettel hatte nichts über die Ehrung verraten. Das Orchester hatte zum englischen Lied über unverbrüchliche Freundschaft „Should auld aquaintance be forgot“ einen Text auf Schnack gedichtet: „Seit 20 Jahren bist Du Chef, von allen heiß geliebt“, hörte sich der musikalische Leiter von den 26 Musikern gern an. „Ich bin selten gerührt, aber ihr habt es geschafft“, bedankte sich der Orchesterleiter Karsten Schnack.

Evergreens, Film- und Musicalsongs gehören zum Repertoire

Zweites Überraschung: Musiker Sven Knipgans schlüpfte als Moderator in passende Kostüme: Mit Rüschenhemd, Pumphose und Dreispitz kündigte er den die Filmmusik „Fluch der Karibik“ an.

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Im zweieinhalbstündigen Konzert überzeugte das ambitionierte Laienorchester mit farbenreich ausgestalteten Arrangements. Wie kleine musikalische Welten klangen die Evergreens, Film- und Musicalsongs. Die tänzerische „Sinfonia in B-Dur“ von Johann Christian Bach wurde zum Kabinettstück in wohldosierter Lautstärke. Die Spannung der knackigen Tangorhythmen im Klassikers „La Cumparsita“ übertrug sich sofort ins Publikum. In einem Medley aus Titeln des Musicals „West Side Story“ wurde im Song „Maria“ das Dahinschmelzen eines frisch Verliebten lebendig.

Virtuoser "Hummelflug" von Julia Ludmann

Das Orchester bot dem Nachwuchs ein Podium. Solistin Julia Ludmann (16) erntete für eine virtuose Version des „Hummelflugs“ von Nikolai Rimski-Korsakow tosenden Applaus.

Überraschend blieb es bis zur Zugabe: Im Swing-Klassiker „In the mood“ hielten die Musiker für eine extreme Piano-Stelle die Bälge ihrer Instrumente unbewegt fest, spielten jedoch weiter auf Tasten und Knöpfen Melodie- und Begleitparts. Das Ergebnis: Ohne den stetigen Luftstrom fehlten zwar die Töne, stattdessen klang das rhythmische Klackern der angeschlagenen Knöpfe und Tasten im Raum – für den Kunstgriff zum Schluss bedankte sich das Publikum mit stehenden Ovationen.

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