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Rendsburg Ein neuer Ort für Kultur in Bredenbek?
Lokales Rendsburg Ein neuer Ort für Kultur in Bredenbek?
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07:30 02.10.2018
Von Sven Janssen
Die zwei Scheunen, die die Gemeinde mit dem Gasthof gekauft hatte, könnten ein Ort für kulturelle Veranstaltungen werden. Quelle: Sven Janssen
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Bredenbek

„Der Ort sollte ein Treffpunkt für Kunst und Musik sein“, sagte Kruse. Sie zeigte aber auch gleich die Schwierigkeit des Projektes auf: „Die beiden Scheunen sind in einem nicht so guten Zustand.“ In der einen Scheune habe es gebrannt, und die Balken seien verkohlt, in der anderen habe es einen Sturmschaden gegeben, und die Risse im Mauerwerk seien auch für Laien deutlich sichtbar. Bereits in der vergangenen Woche hätten Mitglieder von Bau- und Kulturausschuss mit dem Architekten Hauke Mengel die Scheunen in Augenschein genommen. „Grundsätzlich ist dort alles möglich, es ist nur eine Frage der Kosten“, berichtete Kruse.

Kosten nicht kalkulierbar?

„Ich habe ein mulmiges Gefühl, alleine das nötige Gutachten des Statikers kostet 4000 Euro“, sagte Ernst-Jürgen Krey (SPD). Bürgermeister Thorsten Schwanebeck (FWB) wies darauf hin, dass nach der groben Schätzung des Architekten alleine für die Instandsetzung der Gebäude ein sechsstelliger Betrag aufgebracht werden müsse. „Und dann ist noch nichts für eine andere Nutzung umgebaut.“ Die Kosten seien „ein Fass ohne Boden“, so Krey.

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Umgebung für kreatives Arbeiten

„Die Idee ist gut, aber kostet horrendes Geld, das wir auch für andere Projekte brauchen“, sagte Sabine Wallus (CDU). „Dörflicher Charme hin oder her, für mich sind das Trümmer“, sagte Carsten Benthien (FWB). Die Kosten für die Sanierung seien besser in der Turnhalle angelegt. Kruse kritisierte, dass man sich nicht nur um den Sportbereich kümmern dürfe, sondern auch die Kultur für den Ort wichtig sei. Ihre Idee sei es beispielsweise, eine feste Werkstatt einzurichten, wo auch kleine Gruppen von vier bis fünf Leuten kreativ sein könnten. Dazu brauche es die richtige Umgebung.

Trotz vieler Bedenken im Ausschuss kündigte Kruse an, das Projekt weiter verfolgen zu wollen. Krey regte an, statt über Kulturscheunen, lieber über ein Projekt „Kultur zwischen den Scheunen“ nachzudenken.

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