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Rendsburg Altenholzer Schüler gehören zur Weltspitze
Lokales Rendsburg Altenholzer Schüler gehören zur Weltspitze
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16:11 01.11.2009
Altenholz

Jetzt trafen sich dort erstmals mehr als 70 Lehrkräfte und Referendare, um sich über Erfahrungen aus der Schulpraxis sowie Ergebnisse der Wissenschaft auszutauschen. Organisiert wurde der Fachtag vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).

Das Konzept, das seit 1996 an der Kita in Altenholz verfolgt und seither auch wissenschaftlich betreut wird, sieht vor, dass Jungen und Mädchen unter natürlichen Bedingungen eine zweite Sprache erlernen. Das geschieht ab einem Alter von drei Jahren und zwar in der täglichen Kommunikation - also nicht so wie der herkömmliche Fremdsprachenunterricht, bei dem eine Lehrkraft nur deutsch und eine andere nur englisch spricht. Das Ganze heißt Immersion und gilt mittlerweile als moderne und erfolgreiche Methode der Sprachvermittlung. Immersiv bedeutet, dass die zu erlernende Sprache nicht als Lehrgegenstand, sondern im Unterricht in nahezu allen Fächern außer Deutsch eingesetzt wird. „Die Kinder erhalten so die Möglichkeit, sich die neue Sprache eigenständig anzueignen, wie sie es auch mit ihrer Muttersprache getan haben“, erläuterte Professor Dr. Henning Wode in einem Eingangsreferat. Der Anglist und Sprachwissenschaftler von der Christian-Albrechts-Universität Kiel gehört zu den Mitbegründern dieser Forschungsrichtung. Anfang der 90er Jahre hat Wode maßgeblich mitgewirkt, bilingualen Unterricht an Schulen im Lande einzuführen. Mit Erfolg. Inzwischen wird an mehr als 30 Schulen in Schleswig-Holstein bilingual - zumeist in einem Fach wie zum Beispiel Erdkunde - unterrichtet. Was den immersiven Unterricht anbelangt, ist die Situation eine ganz andere. Diese Methode wird nur in Altenholz und in Heide angewandt. Für Wode ein Unding: „Die Entwicklung muss - auf der Grundlage des Sachverstands - vorangetrieben werden.“ Dazu sei es jedoch erforderlich, dass sich die Landesregierung endlich schriftlich dazu äußere, was sie konkret wolle. Ohne solch eine Willensbekundung könne an Universitäten nicht entsprechend ausgebildet werden.

Wode ist der Auffassung, dass Kinder bei einem lehrgangsorientierten Sprachunterricht von wenigen Stunden in der Woche viel zu kurz und auf die falsche Weise mit der Sprache in Kontakt kommen. Wie es besser funktioniere, könne man in Altenholz sehen. International betriebene wissenschaftliche Untersuchungen hätten ergeben, dass die Schüler geradezu atemberaubende Ergebnisse erzielten und zur Weltspitze zählen. Bei der Fremdsprache werde nämlich ein deutlich höheres Niveau erreicht als beim herkömmlichen, lehrgangsorientierten Unterricht. In anderen Fächern würden keine Defizite auftreten. Die Muttersprache werde nicht beeinträchtigt, sondern eher gefördert. Außerdem erfordere die Teilnahme am Immersionsunterricht keine besondere Begabung, vielmehr sei sie für Kinder aller sozialen Schichten geeignet. Und das Wichtigste, so Wode: „Die Kinder haben ihren Spaß daran.“

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