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Rendsburg Gilde marschiert durch die Stadt
Lokales Rendsburg Gilde marschiert durch die Stadt
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09:11 19.05.2018
Von Beate König
Bei der Altstädter Vogelschützengilde ist alles klar für das Königsschießen: Schießoffizier Knud Sauer (3. von links) hat den Vogel perfekt vorbereitet, den er mit Ältermann Thomas Krabbes (von links), König Hans-Günther Peleikis und dem zweiten Ältermann Hans von Fehrn-Stender präsentiert.. Quelle: Beate König
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 „Es ist alles wie immer“, sagt Ältermann Thomas Krabbes zum traditionellen Ablauf mit Umzug, Empfang beim Bürgermeister und Marsch zum Schützengrund: Ist früh morgens der König aus Westerrönfeld abgeholt, erwartet Passanten im Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal ab 8 Uhr ein Zug von 70 Herren, die in schmucke Fracks gekleidet die Unterführung nutzen.

600 bis 800 Schuss brauchen die Gildebrüder

Nach kurzer Busfahrt marschieren die Gildebrüder ab 8.15 Uhr vom Schloßplatz zum Empfang beim Bürgermeister im Altstädter Rathaus, um 9 Uhr startet der Zug von dort zum Conventgarten, ab 12.30 Uhr geht es zum Schützengrund, wo um 15.30 Uhr das Königsschießen beginnt. „Das ist öffentlich“, betont Ältermann Thomas Krabbes. Schießoffizier Knud Sauer hat den rund drei Kilogramm schweren Vogel aus 27 Millimeter dickem Kiefernholz bereits fertig angemalt. Geschossen wird mit Magnum-Munition auf 100-Meter-Distanz im Schießstand. Rund 600 bis 800 Schuss brauchen die Gildebrüder, um Flügel, Kronkreuz, Schnabel, Reichsapfel mit Zepter und den Stoß abzutrennen. „Fällt der Rumpf, steht der neue König fest“, erinnert Sauer.

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Marschieren wurde mit Commodore Hartmut von Zitzewitz geübt

Gildefreunde werden trotzdem kleine Veränderungen beim Traditionstag bemerken: Jens von der Walle (56) hat Hans-Joachim Recker (74) als Gildemajor abgelöst. Das Marschieren wurde wie im Vorjahr vorab per Crash-Kursus geübt. Commodore Hartmut von Zitzewitz vom Lufttransportgeschwader 63 trainierte in Hohn am 19. Januar Marschbefehle mit 30 Gildebrüdern. „Wir sahen vor dem Training teilweise aus wie die Follower-Gruppe einer New-Orleans-Jazzband“ beschrieb Ältermann Krabbes launig die schwungvollen Marsch-Bewegungen der Gildebrüder. „Nicht alle haben gedient.“

Zum sechsten Mal lädt die Gilde um 18.30 Uhr zum klassischen Konzert auf den Altstädter Markt ein, die norddeutsche Sinfonietta unter Leitung von Christian Gayed spielt – bei Regen in der Altstadt-Passage. Um 20 Uhr beendet der Zapfenstreich des Jugendblasorchesters der Christian-Timm-Schule den Gildetag. Zum letzten Mal wird Kai Radzanowski das Orchester leiten. Der Lehrer geht in den Ruhestand.

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