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Rendsburg Mehr Geld für Wahlhelfer
Lokales Rendsburg Mehr Geld für Wahlhelfer
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16:16 12.11.2013
Von Cornelia Müller
Dänischenhagen

„Gleichwohl ist auch das nicht angemessen“, unterstrich Strandes Bürgermeister Holger Klink und bekam spontan die Zustimmung der anderen Mitglieder. „50 Euro wären eine Summe, die mir vorschwebt. Wahlen sind in unserer Demokratie das höchste Gut. Da muss für Helfer, die dafür sorgen, dass eine Wahl überhaupt durchgeführt werden kann, auch ein bisschen Geld da sein.“

 Bei den vergangenen Wahlen auf kommunaler Ebene und bei der Bundestagswahl musste das Amt sogar eigene Mitarbeiter verpflichten – was zu Überstunden an einem Sonntag führt, die erheblich teurer bezahlt werden müssen. Zum Wahlhelfer wird man zwar bestellt, doch aus vielerlei Gründen können Bürger absagen. Den Verwaltungen wäre am wohlsten, wenn Wahlhelfer sich freiwillig meldeten. Klink: „Dieser Dienst ist aufwendig. Am Wahltag treten sie morgens um 7 Uhr an und haben teils erst um 23 Uhr Feierabend. Rechnet man Vor- und Nachbesprechungen hinzu, kommt ein Wahlhelfer auf 25 Stunden Dienst.“

 Bei vergangenen Wahlen hatten Eckernförde und Kiel damit geworben, den Helfern mehr als die Mindestsumme von 21 Euro zu bezahlen, und erhöhten auf 30 Euro. „Wir sollten uns aber nicht durch unterschiedliche Entgelte in Konkurrenzsituationen bringen“, merkte die Ausschussvorsitzende Sabine Mues, Bürgermeisterin von Noer, an. Deshalb beschloss der Ausschuss einstimmig, dem Beispiel der Städte zu folgen. „Doch es bleibt unbefriedigend“, so die einhellige Meinung. Da sei der Gesetzgeber gefordert, angemessene Entgelte festzulegen.