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Rendsburg Amt wartet auf Fragebögen der Melsdorfer
Lokales Rendsburg Amt wartet auf Fragebögen der Melsdorfer
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19:00 09.07.2019
Von Florian Sötje
Die Gemeinde Melsdorf legt die Kosten für die Beseitigung des Regenwassers ab 2020 auf die Einwohner um. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Melsdorf

Bei der Berechnung der Abgabe für die Beseitigung des Regenwassers werden die unterschiedlichen Arten der Grundstücksfläche berücksichtigt. So wird zwischen versiegelten Flächen und solchen, die das Wasser halten oder versickern lassen, also Rasen oder Dachbegrünung, unterschieden. Flächen, die an Zisternen angeschlossen sind, werden teilweise komplett von den Gebühren befreit.

Etwa 50 Prozent der Fragebögen kam bislang zurück

Um die Flächen zu ermitteln, verschickte das Amt Achterwehr Fragebögen an die Melsdorfer Haushalte. Von 820 abgefragten Stellen habe es bislang 431 Rückläufer gegeben, teilte Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU) vergangene Woche mit. Unter den fehlenden Rückmeldungen befänden sich auch noch die Liegenschaften der Gemeinde, ergänzte sie.

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Wer bis zum 31. Juli keine Auskunft gibt, muss mit Mehrkosten rechnen

Laut Satzung bleibt den Bürgern aber nur ein Monat, um die Informationen an das Amt zu melden. Diese Frist ist bereits abgelaufen. "Wir werden diese Woche nochmal ein Resümee ziehen und ein Schreiben an die Bürger raus schicken, um zu informieren", sagt Ellen Schwien vom Amt Achterwehr. Die Fristverlängerung gilt bis zum 31. Juli. Wer den Fragebogen bis dahin nicht zurückgeschickt hat, muss bei der Gebührenabgabe ab 2020 Mehrkosten in Kauf nehmen. "Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als die Flächen zu schätzen", sagt Schwien.

Da die Abgabe ab dem 1. Januar erfolgen soll und zuvor die Haushaltsplanungen für 2020 vom Amt berechnet werden müssen, drängt die Zeit nun etwas. Wer sich beim Ausfüllen des Fragebogens überfordert fühlt, kann sich aber an das Amt wenden. "Bei Rückfragen stehen wir natürlich zur Verfügung", sagt Schwien.

Veränderungen auf dem Grundstück müssen mitgeteilt werden

Wer auf seinem Grundstück einen neuen Gehweg oder ein Rasenstück verlegt, muss das zudem bis zum 31. Dezember des betreffenden Jahres beim Amt melden. Denn dann verändert sich die Grundlage der Gebührenberechnung. Wer dies versäumt, kann laut Satzung mit einer Geldbuße von 500 Euro wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden.

Gemeinde bezahlt Kosten von 60.000 Euro bislang aus Steuermitteln

Rund 60.000 Euro Kosten im Jahr entstehen der Gemeinde nach Angaben des Kämmerers Marco Carstensen durch die Beseitigung des Regenwassers. Laut Gemeindeordnung hat die Kommune die Möglichkeit, diese Kosten auf die Bürger umzuverteilen. Bei der Präsentation der Abgabensatzung hatte Carstensen argumentiert, es sei gerechter, Gebühren zu erheben, die exakt auf den örtlichen Gegebenheiten ausgerichtet seien. Bisher wurde jeder Bürger gleich belastet, da die Kosten aus Steuereinnahmen der Gemeinde bezahlt wurden.

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