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Rendsburg Zukunft des "Bürgerbusses" offen
Lokales Rendsburg Zukunft des "Bürgerbusses" offen
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11:33 14.11.2019
Von Frank Scheer
Klaus Tischler (links) und Klaus Ingo Marquardt präsentieren einige der 1000 Unterschriften für den Erhalt des "Bürgerbusses" in Bordesholm. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

 In dieser Woche gab es einen „Bürgerbus-Gipfel“. Die Nutzer sind verunsichert, über 1000 Unterschriften sind für den Erhalt des Angebots der ehrenamtlich arbeitenden Bürgerbörse bereits gesammelt worden.

Amtsdirektorin Anja Kühl betonte, dass ihr am Erhalt gelegen sei. „Aber wir lassen die Zulässigkeit überprüfen.“ Sollte das der Fall sein, muss sich der Amtsausschuss überlegen, was er will.

Beschluss für "Bürgerbus" fiel 2016

2016 war ein Beschluss gefasst worden, dass „ein Mobilitätservice für bedürftige Senioren am Donnerstag" angeboten wird. „Mittlerweile laufen Fahrten von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr", so die Verwaltungschefin. Zudem gebe es 280 bis 300 Kunden, die regelmäßig befördert würden.

Die Vermittlung wird von der Telefonzentrale des Rathauses übernommen. „Gegenüber den Anfängen hat sich das Aufkommen verdreifacht. Das ist vom Personal nicht mehr zu leisten.“ Wenn es weiter gewünscht werde, müsse man über eine Aufstockung im Stellenplan nachdenken.

Politik will Service erhalten, aber optimieren

Die Botschaft von Amtsvorsteher Torsten Teegen (Bürgermeister Loop): „Der Service soll weitergehen und nicht eingestampft werden“. Aber: „Das Projekt muss rechtlich sauber sein und es ist normal, dass man etwas nach drei Jahren kritisch hinterfragt. Am Geld wird der Bürgerbus nicht scheitern.“

Bordesholms Bürgermeister Ronald Büssow (SPD) betonte: „Wir unterstützen den Bürgerbus. Der Bedarf ist hoch und hat einen großen sozialen Wert. Das Engagement der ehrenamtlichen Fahrer ist groß.“

Dennoch betonte auch er: „Wir müssen gucken, was wir dürfen und was man optimieren kann. Aber ich bin hoffnungsvoll.“ Das Ziel von Amtsvorsteher Teegen: eine Lösung, die für eine große Mehrheit akzeptabel wäre.

Taxiunternehmen sehen Service als Konkurrenz

Da müssten aus Sicht von Torsten Teegen die Bedenken der Taxiunternehmen auch mit einfließen. Peter Thomsen vom Taxiruf betonte: „Ich bin der Letzte, der etwas dagegen hat, wenn der Service für Bedürftige angeboten wird. Aber es kann nicht angehen, dass zum Beispiel ein pensionierter Apotheker sich fahren lässt.“

Das vernichte Arbeitsplätze. Der „Bürgerbus“ mache eine Ortsfahrt in Bordesholm für pauschal zwei Euro. Beim Taxi seien es zehn Euro. Aus Sicht auch der anderen Firmen sei der Service mal für ein oder zwei Tage angedacht gewesen, jetzt seien es fünf.

"Wir leisten Beitrag zur Teilhabe"

Die Bürgerbörse sieht sich rechtlich gesehen „im grünen Bereich“, so Sprecher Klaus-Ingo Marquardt. Seit 2016 läuft das Angebot des "Bürgerbusses".  „Wir fallen nicht unter das Personenbeförderungsgesetz“, fügte er hinzu. Zudem sieht er keine Konkurrenz. „Unsere zehn bis zwölf Fahrten am Tag verteilten sich geballt von 8 bis 15 Uhr. Vor allem morgens bis 10 Uhr bekommt man kein Taxi, weil die Firmen mit der Schülerbeförderung befasst sind.“

Klaus Tischler, der seit zwei Jahren Fahrer ist, betonte: „Für manche Menschen sind wir die einzige Möglichkeit, aus dem Haus zu kommen. Wir leisten einen Betrag zur Teilhabe, damit das Leben für einige lebens- und liebenswert sind. Wir bringen die Menschen zur Abteilung im Krankenhaus oder tragen auf Rollatoren angewiesene Menschen auch eine Treppe hoch.“

Die Unterschriften sollen im Hauptausschuss am Dienstag, 26. November, ab 19 Uhr im Rathaus übergeben werden. Der Amtsausschuss tagt am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr.

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