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Rendsburg Amtshauptausschuss hilft Freizeitclub
Lokales Rendsburg Amtshauptausschuss hilft Freizeitclub
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15:30 11.09.2019
Von Sven Tietgen
Lars Hübner freut sich über die finanzielle Unterstützung des Amtes Bordesholm für den Freizeitclub der Lebenshilfe. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Ausführlich legte Lars Hübner im Amtshauptausschuss vor den Bürgermeistern und Vertretern der 14 amtsangehörigen Gemeinden die schwierige Situation der Lebenshilfe dar. Auf 7000 Euro bezifferte der neu gewählte Vorsitzende des 1967 gegründeten Vereins den Fehlbetrag für das Jahr 2019. Die ehrenamtlichen Akteure organisieren für Behinderte viele Freizeitangebote – von Diskoabenden über Kochaktionen, Spielnachmittage bis zu Kino- und Konzertbesuchen. Jetzt fließen Kreiszuschüsse nur noch spärlich, Hintergrund ist auch ein neuer Abrechnungsvertrag.

Anforderungen für Betroffene enorm gestiegen

„Das Problem ist auch, dass wir als professionelle Einrichtung eingeordnet werden und nicht als ehrenamtlicher Freizeitclub, die Anforderungen bei Anträgen sind für uns und auch die betroffenen Behinderten und ihren Familien enorm gestiegen“, erklärte Hübner in der Sitzung am Dienstag. Wurden früher alle rund 25 Teilnehmer bezuschusst, bekommt die Lebenshilfe nur noch Gelder für die Hälfte der Behinderten. Im Clinch ist der Verein mit dem Kreis auch darüber, dass es für Teilnehmer aus Einrichtungen wie dem Eiderheim in Flintbek kein Geld mehr geben soll. Der Kreis beruft sich darauf, dass die Werkstätten und Wohnheime selbst Freizeitangebote auflisten. „Die gibt es aber oft nicht“, betonte Hübner.

Kritik an den Rahmenbedingungen

Das Amt bezuschusst den Verein seit dem Jahr 2008 mit jährlich 2500 Euro. Der Bitte der Lebenshilfe um Verdoppelung für das laufende Jahr kam das Gremium ohne Diskussion nach. Willi Lüdemann (FDP) sprach von gut angelegtem Geld, Kai Albrecht (SPD) kritisierte die rechtlichen Rahmenbedingungen, die zu Lasten der Lebenshilfe gehen. „Wir müssen den Verein unterstützen, wo es nur möglich ist“, stellte Albrecht klar.

Für das Jahr 2020 werden die Karten dann neu gemischt. Denn dann tritt das neue Teilhabegesetz des Bundes in Kraft. „Davon werden wir als kleiner Verein weniger betroffen sein, für die Einrichtungen dagegen dürfte es sehr chaotisch werden“, führte Lars Hübner dazu aus.

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