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Rendsburg Initiative präsentiert Unterschriften
Lokales Rendsburg Initiative präsentiert Unterschriften
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12:36 27.11.2019
Von Sven Tietgen
Auf eine Übergabe der 1338 Unterschriften zum Erhalt des Bürgerbusses verzichteten die Akteure um Klaus Tischler vorerst. Dies soll im Amtsausschuss nachgeholt werden. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Eine siebenköpfige Gruppe der Initiative Bürgerbörse im Amt Bordesholm (Bübab) beeindruckte die Vertreter im Amtshauptausschuss mit einem dicken Packen Unterschriften. Innerhalb von drei Wochen wurden 1338 Unterschriften für den Erhalt des Bürgerbus gesammelt, berichtete Klaus Tischler von der ehrenamtlichen Initiative stolz. „Wir sind dabei noch nicht mal von Tür zu Tür gegangen“, erzählte Tischler in der Sitzung am Dienstag.

Keine Konkurrenz zu den Taxifirmen

Tischler erklärte weiter, dass der Bürgerbus keine Konkurrenz zu den örtlichen Taxi-Unternehmen sei. „Wir übernehmen keine Krankenfahrten, bei jeder Tour werden die Fahrgäste danach gefragt.“ Der Fahrer reagierte damit auf Beschwerden der Taxibetriebe. Von Seiten der örtlichen Arztpraxen, Apotheken und Physiotherapeuten gab es ebenfalls Unterstützung für den vor drei Jahren mit dem Amt Bordesholm gestarteten Fahrservice. „Das Problem ist, dass gerade vormittags die Taxifirmen den Bedarf gar nicht abdecken können“, führte Tischler weiter aus.

Bürgerbus steht nicht zur Debatte

Amtsvorsteher Torsten Teegen stellte klar, dass es nirgends einen Beschluss gibt, dass der Fahrservice eingestellt werden soll. „Der Bürgerbus steht überhaupt nicht zur Debatte“, betonte Teegen. Dem Amt gehe es nur um eine rechtliche Prüfung, das sei ein ganz normaler Vorgang, sagte Teegen weiter. Amtsdirektorin Anja Kühl sagte, dass beim Start des Projekts vor drei Jahren nur von Touren an den Donnerstagen die Rede war. Mittlerweile sind die ehrenamtlichen Fahrer montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unterwegs und absolvieren rund 200 Touren im Monat.

Zudem hat der Telefondienst im Rathaus täglich mit den Anfragen der Bürger zu tun. „Für diese Ausweitung gab es damals keinen Beschluss im Amtsausschuss“, erklärte die Amtsdirektorin. Deshalb sei jetzt der Kreis Rendsburg-Eckernförde um eine rechtliche Prüfung gebeten worden. Solange es da kein Ergebnis gebe, kann das Amt keinen neuen Beschluss fassen. Klaus-Ingo Marquardt, der das Bürgerbusprojekt angeschoben hatte, widersprach – in der damals getroffenen Vereinbarung sei festgelegt worden, dass vorerst nur donnerstags gefahren wird.

Zuschussantrag weiter im Gespräch

„Bereits kurze Zeit später hatten wir im Amtsausschuss berichtet, dass wir täglich fahren, das weiß man seit drei Jahren. Außerdem hätte diese Prüfung schon längst stattfinden können“, kritisierte Marquardt. Die Bordesholmer Vertreter Kai Albrecht (SPD) und Willi Lüdemann (FDP) sprachen davon, dass die Initiative selbstverständlich weiter vom Amt unterstützt wird. „Aber auch die Amtsverwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden, es muss geprüft werden, ob der Fahrdienst in dieser Form weiter rechtlich zulässig ist“, sagte Lüdemann.

Im Gespräch ist weiterhin ein Zuschussantrag an den Kreis für den erhöhten Aufwand der Rathausmitarbeiter für die Tourenvermittlung. Richtig zufrieden mit den Antworten sind die Ehrenamtlichen nicht. Die Unterschriftenlisten sollen jetzt in der Sitzung des Amtsausschusses am 12. Dezember übergeben werden. „Wir sind erst beruhigt, wenn es einen Beschluss des Amtsausschusses gibt“, sagte Klaus Tischler.

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